Wisen

Wisner wollen Windpark aus kantonalem Richtplan streichen

«Besonders die Abstimmungen zum räumlichen Leitbild und zum Windpark lockten viele Einwohner an», sagt Gemeindeschreiberin Irma Looser.

Die Stimmberechtigten von Wisen segneten am Montagabend an der Gemeindeversammlung das Budget 2019 ab und sprachen sich klar gegen das Windparkprojekt aus.

Am Montagabend wohnten 44 Stimmberechtigte der Budgetgemeindeversammlung in Wisen bei. «Besonders die Abstimmungen zum räumlichen Leitbild und zum Windpark lockten viele Einwohner an», sagt Gemeindeschreiberin Irma Looser. Nachdem der Gemeinderat das neue räumliche Leitbild im Rahmen der Ortsplanung nochmals der Bevölkerung präsentierte, musste er einige Fragen dazu beantworten. Schliesslich konnte er die Anwesenden von den neuen Zielsetzungen überzeugen: Die Wisner stimmten dem Antrag einstimmig zu.

Anschliessend stand das Haupttraktandum rund um das Budget der Einwohnergemeinde für das kommende Jahr an: «Der Voranschlag wurde aber nicht gross diskutiert», erzählt Looser. Nach der Vorstellung der Zahlen und Entwicklungen sagten die Stimmberechtigten Ja zum Budget 2019 — ohne Gegenstimme.

Gemeinderat ist gegen Windkraftanlage

Für besonderes Interesse sorgte das fünfte Traktandum: Die Wisner konnten am Montagabend darüber entscheiden, ob der Windpark Wisnerhöchi aus dem kantonalen Richtplan gestrichen wird. So lautete der Antrag des Gemeinderats beim Amt für Raumplanung. Der Rat hatte sich bereits in der Vergangenheit gegen eine Windkraftanlage auf Wisnerhöchi ausgesprochen. Allerdings muss die Stossrichtung auch mit den Gemeinden Hauenstein-Ifenthal und Trimbach übereinstimmen, da sie ebenfalls betroffen sind.

In den vergangenen Monaten wurde es ruhig rund um das Projekt auf der Wisnerhöchi (wir berichteten). Die federführende Trianel Suisse AG wurde mit Vorwürfen konfrontiert, wonach ihre Illustrationen der Windräder nicht der Realität entsprächen. Im Sommer 2016 zogen sie sich vom Projekt zurück. Die noch laufenden Messungen wurden nie abgeschlossen. Im kantonalen Richtplan wird das Gebiet rund um die Wisnerhöchi als zweitrangig für die Gewinnung von Windenergie eingestuft.

Deutliches Ja zur Streichung

«Die Leute waren bereits sehr gut informiert, darum wurden kaum Fragen gestellt», sagt Looser auf Anfrage. Klar fiel dann auch das Resultat der Abstimmung aus: Dem Antrag des Gemeinderats wurde zugestimmt — mit 39 Ja-Stimmen, 4 Nein-Voten und einer Enthaltung.

Zuletzt stellte der Gemeinderat seinen letzten Antrag vor: Er will eine Kompetenzerteilung, um das Bauland im Sonderbaugebiet Schneggenacker zum Preis von 200 Franken pro Quadratmeter für ein Projekt zu verkaufen. Voraussetzung ist, dass das Gestaltungsplangebiet aufgehoben werden kann, was die Zustimmung des Kantons bedingt. Nach mehreren Rückfragen segneten die Stimmbürger auch diesen Antrag ab. (sil)

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