Gemeinden 2020

Wird das Niederamt dieses Jahr kleiner?

Rohr und Stüsslingen (Bild) planen einen Zusammenschluss

Kommt es zur Fusion?

Rohr und Stüsslingen (Bild) planen einen Zusammenschluss

Rohr und Stüsslingen wollen fusionieren. Was steht in den anderen Gemeinden im Niederamt dieses Jahr an? Zweiter und letzter Teil der Umfrage.

Eine Gemeindefusion, neue Weihnachtsbeleuchtung oder Schulhaus-Sanierung: Die Niederämter Gemeinden haben Verschiedenes auf ihrer diesjährigen Pendenzenliste.

Kienberg

Der Löschwasserverbund von Kienberg und Anwil BL kommt zum Abschluss. «Ein tolles Beispiel für die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und die Versorgungssicherheit», so Gemeindepräsidentin Adriana Gubler. Kienberg kann so die von der Solothurnischen Gebäudeversicherung geforderte Löschwasserreserve sicherstellen. Seit 2019 läuft die Überarbeitung der Quellschutzzone, 2020 soll dies abgeschlossen werden. Zudem wird das Schulhaus saniert.

Erlinsbach

In der Gemeinde an der Kantonsgrenze passiert schon im ersten Quartal viel Neues: So wird Ende März die Gemeinschaftspraxis auf dem Dorfplatz eingeweiht. «Das Projekt hat uns zeitlich lange beschäftigt und wir sind zufrieden mit dem Resultat», sagt Gemeindepräsidentin Madeleine Neumann. Im gleichen Monat wird auch der ‹Digitale Dorfplatz› aufgeschaltet. Dieses Angebot soll Vereinen und Privatpersonen als Organisationsplattform dienen. Auch die Ortsplanungsrevision beschäftige die Verwaltung.

Niedergösgen

Laut Gemeindepräsident Roberto Aletti wird dieses Jahr im Zeichen der Ortsplanrevision stehen. Er erwartet, dass der Kanton die Revision im Februar retournieren wird. So hofft er, in der ersten Jahreshälfte die Revision aufgelegt werden kann. «Sonst haben wir, ausser die üblichen Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten an der Infrastruktur, in diesem Jahr nichts Spektakuläres geplant», so Aletti.

Obergösgen

Auch hier steht die Gemeindearbeit unter dem Stern der Ortsplanrevision. Eine Arbeitsgruppe arbeitet seit 2019 daran. Dieses und nächstes Jahr ist die Mitwirkung und Vorprüfung geplant. Im Jahr 2020 werden die letzten «kosmetischen» Massnahmen im Dorfkern realisiert. Zum einen werden die zwei Kreisel diesen Frühling ihren Schmuck erhalten. Zum anderen wird eine Weihnachtsbeleuchtung angeschafft, für die das Geld im letzten Dezember gesprochen wurde. «Wir wollen für dieses Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung, die auch diese Bezeichnung verdient», so Gemeindepräsident Frei. Bis jetzt hat sich die Gemeinde damit begnügt, ihre beiden Brücken zu beleuchten. Das Seniorenzentrum Oase in der Überbauung Steinengasse wird diesen April offiziell eröffnet. Ein grosse Aufgabe für die Gemeinde, da 300 neue Bewohner erwartet werden. Neben Sanierungen steht auch die Schulraumanalyse auf dem Programm.

Rohr

In Rohr sind alle Weichen auf Fusion gestellt. Am 9. Februar findet die Urnenabstimmung statt und die Rohrer entscheiden, ob ihre Gemeinden per 2021 fusionieren werden. Hier geht die Ortsplanungsrevision in die letzte Phase. Ausserdem wird dieses Jahr die Schulstrasse saniert. «Wir freuen uns auf das versprochene Glasfaserkabel der Swisscom», so Wyss.

Stüsslingen

Auch in Stüsslingen wird auf den 9. Februar gewartet. Wie bei der Schwestergemeinde auf dem Berg wird am Ortsplan gearbeitet. Gemeindepräsident Georges Gehriger hofft, dass die Revision nächstes Jahr aufgelegt werden kann. Des Weiteren wird ein Schutzprojekt wegen Steinschlag für den Bereich «Chliflüehli» mit dem Kanton zusammen umgesetzt. Am 9. Februar wird auch über die Steuerreform im Kanton abgestimmt. Die entsprechenden Auswirkungen und die Entwicklung bei den Steuern wird hier kritisch beobachtet. «Dieses Jahr ist ein Budgetdefizit geplant», weiss Gehriger. Je nachdem müssten dann nächstes Jahr Anpassungen gemacht werden.

Lostorf

Das Jahr 2020 steht in dieser Gemeinde im Zeichen der Infrastrukturerneuerung: Voraussichtlich diesen Sommer werden die Bauarbeiten an der Hauptstrasse Nord beginnen. Sie werden bis Anfang 2022 dauern. Auch das «altehrwürdige Primarschulhaus 1912», wie es Gemeindepräsident Thomas Müller nennt, soll nächstes Jahr saniert werden. Jetzt wird der politische Prozess dafür gestartet. Beschlossene Sache ist der Asylpavillon. Im Frühling werden die Bauarbeiten beginnen.

Winznau

2020 soll das räumliche Leitbild erstellt und der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Anschliessend wird an der Ortsplanrevision gearbeitet. «Wir hoffen, das räumliche Leitbild in diesem Jahr abschliessen zu können», meint Gemeindepräsident Daniel Gubler. Im Zuge dieses Projekts wurde eine Spezialkommission aufgestellt, um «Tempo 30» zu prüfen. Beschäftigen wird auch eine mögliche Fusion der Feuerwehren Unterer Hauenstein und Winznau.

Hinweis: Stefan Berchtold, Gemeindepräsident von Hauenstein-Ifenthal, hat auf die Anfrage nicht reagiert.

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