Niedergösgen

«Wir waren tiptop vorbereitet»: Schlossspiele werden aufs nächste Jahr verschoben

Dieses Jahr werden die Schlossspiele Falkenstein nicht stattfinden.

Der "Sommernachtstraum" von Shakespeare im Jahre 2018

Dieses Jahr werden die Schlossspiele Falkenstein nicht stattfinden.

Die Schlossspiele Falkenstein 2020 in Niedergösgen sind abgesagt. Im Schlosshof wird erst im nächsten Sommer Theater gespielt.

Nach dem Aus des Freilichttheaters auf dem Sälischlössli hat der Lockdown auch die Schlossspiele Falkenstein in Niedergösgen erreicht. «Wir haben im Vorstand beschlossen, die geplante Produktion auf nächstes Jahr zu verschieben», erklärt Roberto Aletti, Präsident des Theatervereins. Es habe einen Funken Hoffnung gegeben, dass die Aufführungen dennoch möglich seien, doch nun sei die Situation klar: «Wir haben mit der Entscheidung lange zugewartet, aber sind nun in Absprache mit der Regisseurin Käthi Vögeli zum Schloss gekommen, dass wir dieses Jahr nicht spielen können.»

Vom 6. bis 29. August hätte die Komödie «Lysistrata - Liebesstreik» des antiken Autors Aristophanes im Schlosshof aufgeführt werden sollen. Darin geht es um eine Gruppe von Frauen in Athen, die den Krieg ihrer Männer gegen Sparta durch Kopulationsentzug beenden wollen. Adi Blum übertrug den historischen Stoff in ein modernes Schweizerdeutsch.

Der Ticketverkauf hat noch nicht begonnen, jedoch wurde bereits Material bestellt und Vorarbeiten geleistet. «Wir führen nun Gespräche mit Beteiligten, um den Schaden so gering wie möglich zu halten», sagt Aletti.

38 Mitspielende wären bereit gewesen

«Das eine schwere Enttäuschung», meint Käthi Vögeli, «aber sie kam nicht unerwartet. Die Welt steht ja Kopf!» Die Regisseurin hat bereits mit der Produktion begonnen. «Wir waren nun tiptop vorbereitet.» Die Castings im Winter verliefen erfolgreich, 38 freiwillige Mitspielende aus der Region Olten-Niederamt, aber auch aus dem Raum Basel-Baselland, Solothurn und Brugg wirken mit. «Wir sind sehr gut gestartet. Ein ungeheuerlicher Elan ist entstanden.» Ab Januar wurden die Rollen verteilt, ehe man Mitte März wegen des Lockdowns die Proben abrupt abbrechen musste.

Vögeli hofft, dass möglichst viele der Mitspielenden auch nächstes Jahr mitmachen werden. «Über alle, die bleiben wollen, freuen wir natürlich.» Dennoch muss sie damit rechnen, dass sich einige Spielende auch zurückziehen werden: «Es gibt Veränderungen in den Lebenssituationen der Mitspielenden, sei es im Beruf, in der Ausbildung oder mit der Familie.» Die Regisseurin überlegt sich daher, im November ein weiteres Casting durchzuführen, um allenfalls verwaiste Rollen neu zu besetzen. Die genauen Daten für die neue Produktion stehen noch nicht fest, werden aber im August 2021 liegen. Vögeli lässt aber den Kopf nicht hängen: «Wir freuen uns auf nächstes Jahr und sind guten Mutes, die witzige Komödie dann auf die Bühne bringen zu können.»

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