Seit 2010 engagiert sich der Verein Pro Burg gegen die geplante Windkraftanlage in Kienberg und Oberhof AG. An der Mitgliederversammlung von Ende November begrüsste Präsident Werner Habermacher (Wölflinswil) auch Elias Meier (Grenchen), Präsident des Verbands «Freie Landschaft Schweiz», sowie Werner Hochuli (Attelwil) und Ernst Hauri (Reitnau), die im Aargauer Suhrental gegen Windräder mit einer Höhe von 220 Metern ankämpfen.

Dem Dachverband «Freie Landschaft Schweiz/Paysage libre» gehören bereits 25 Organisationen in der ganzen Schweiz an. Derzeit sammelt er Unterschriften für das Referendum gegen das Energiegesetz, weil dieses aus Sicht der Windkraftgegner wichtige, in den letzten Jahren hart erkämpfte Rechtserlasse zuungunsten des Landschaftsschutzes aufweichen wolle. «Pro Burg» wird in den nächsten Tagen mit einer ersten Informationsschrift aufwarten, die im Zweimonatsturnus erscheinen soll.

Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) des Bundes kritisiert Pro Burg als fragwürdigen Wettlauf um Beiträge bis zur simplen Subventionsjägerei, die nichts mehr mit dem Kernanliegen «neue saubere Energie» zu tun habe.

Dass die AEW Energie AG als Mitträgerin des Windparkprojekts Burg ohne die KEV-Vergütung von 21,5 Rappen pro kWh nicht mehr mitmachen würde, erstaune wenig bei einem Strom-Marktpreis von derzeit kaum 4 Rappen.

Mit der Projektauflage in Oberhof und Kienberg läuft nun das Anhörungsverfahren bis zum 13. Januar. Im Lauf des Jahres 2017 wird das Einspracheverfahren gegen die fünf Windenergieanlagen stattfinden.

Für das eventuelle Beschreiten des Rechtswegs bis vor Bundesgericht rechnet Pro Burg mit Kosten in der Grössenordnung von 100 000 Franken. Laut der Mitteilung des Vereins haben sich bisher über hundert Personen mit persönlicher Erklärung, Vollmacht und finanziellen Zusicherungen beteiligt. (mgt)