Mit dem Ausbau der SBB-Strecke Olten—Aarau wird ein wichtiges Nadelöhr auf der Ost-West-Achse beseitigt. Herzstück der neuen Verbindung ist der Eppenbergtunnel. Das 855 Mio. Franken teure Projekt umfasst aber noch andere, teilweise bereits abgeschlossene Bauvorhaben: die Erweiterung der östlichen Ausfahrt mit einem vierten Gleis ab Bahnhof Olten, das Verlegen von 2500 Meter neuen Gleisen zwischen Däniken und Dulliken, neue Verzweigungen in Gretzenbach und Wöschnau sowie neue Stellwerke.

Für Bahnreisende besonders augenfällig sind die Veränderungen an den Bahnhöfen. Die Stationen Dulliken und Däniken haben ein neues Aussenperron erhalten. Die bestehenden Perronanlagen wurden modernisiert. Beide Bahnhöfe sind heute stufenfrei. In Dulliken wurde ein neues Perrondach erstellt und die Lärmschutzwand teilweise erhöht. Vergleicht man Aufnahmen aus früheren Tagen, sind die Unterschiede deutlich zu erkennen. Die erste Aufnahme (oben links) stammt von 1983, also einer Zeit, als die Raucherabteile noch gut gefüllt und Zug-Billette braune Kartonplättchen waren. Das zweite Schwarz-Weiss-Foto zeigt den Bahnhof Dulliken Ende der 90er Jahre. Darunter zum Vergleich jeweils eine aktuelle Aufnahme von etwa derselben Stelle aus. Auffälligste Unterschiede sind die erhöhten Perrons und die neuen Perrondächer. Unter Letzteren werden Reisende künftig weniger lang auf Züge nach Olten und Aarau warten müssen. Der Vierspurausbau ermöglicht in Dulliken, Däniken und Schönenwerd nämlich einen durchgehenden Halbstundentakt. (cze)