Widerstand gegen SBB-Entscheide

Die Grüne Region Olten wehrt sich mit einem Schreiben gegen den Abbau von Leistungen.

Noël Binetti
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Bild: Blind Blindtext

Man wisse um die Herausforderungen angesichts des dichten Fahrplans. Dies steht in einem Schreiben, welches die Partei am Sonntag versandte. Gerichtet ist der Brief an Michel Berchtold, Regionenleiter bei den SBB und an Behördenvertreter. Vorausgegangen ist dem Schreiben die Ankündigung der SBB, gewisse Linien bis zum Fahrplahnwechsel am 13. Dezember reduziert zu bedienen oder gar einzustellen (wir berichteten). Betroffen in der Region Olten sind vor allem sie S23 und die S9. Der Bahnhof Dulliken, eine Gemeinde mit mehr als 5000 Einwohnenden, soll nur am Wochenende angefahren werden, und dies nur im Stundentakt. Unter der Woche müssen die Pendler ausweichen auf Ersatzbusse. Für die Grüne Region Olten ist dies nicht haltbar. Sie schreibt: «Die Personalengpässe, die hätten vermieden werden können, sollen auf Strecken bewältigt werden, welche in kurzem zeitlichem Abstand bedient werden, aber keinesfalls auf Strecken mit Stundentakt.»

Der zweite Entscheid betreffe die S9 Olten-Sissach. Aus der Zeitung habe die Bevölkerung der Region erfahren, dass die Linie, genannt «Läufelfingerli», während der nächsten dreieinhalb Monate wegen Personalmangel eingestellt werden soll. Auch für diesen Entscheid finde die Partei kein Verständnis. Sie hält fest: «Offenbar muss die Region die Fehlplanungen der Personalrekrutierungen ausbaden.»

Auch mit den von den SBB eingesetzten Ersatzbusse ist die Partei unzufrieden: Solche könnten vielleicht zwischen Sissach und Läufelfingen den Schaden in Grenzen halten, doch für die Haltestellen Olten und Trimbach seien diese keine Alternative. Die Busverbindung über den Hauensteinpass dauert rund 20 Minuten länger. Das aufstrebende Quartier beim Trimbacher Bahnhof, das keinen Busanschluss habe und zu dem der Ersatzbus wohl nicht hochfahren würde, werde vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt. Die SBB würden es riskieren, die in den letzten Jahren gewonnen Passagiere des «Läufelfingerlis» wieder zu verlieren. Im Brief steht: «Der private Motorfahrzeugverkehr wird ansteigen, obwohl in den Hauptverkehrszeiten die Strasse von Trimbach nach Olten regelmässig überlastet ist.» Unterzeichnet ist der Brief von Myriam Frey Schär, Präsidentin der Grünen Region Olten.