Im Trimbacher Gemeinderat bleibt die Sitzverteilung gleich. Die CVP wird durch Silvia Lehmann (bisher) vertreten, die FDP von Walter Hürst (bisher) und die SVP von Dieter Altherr (bisher). Für die SP wurden Martin Bühler neu und Beatrice Widmer Strähl erneut gewählt.

Vor einigen Monaten erntete Martin Bühler wegen seiner Kandidatur für das Gemeindepräsidium von anderen Parteien noch Kritik, gestern holte er sich mit 683 Stimmen das beste Resultat bei den Gemeinderatswahlen. Im Februar hiess es, Bühler sei nicht in der Dorfpolitik verankert. CVP, FDP und SVP unterstützten seine Kandidatur nicht. Bei den Stimmberechtigten scheint er hingegen beliebt zu sein. Seine Chancen, das Gemeindepräsidium für sich zu gewinnen, stehen also nicht schlecht. Doch gegen wen wird sich Martin Bühler am 2. Juli für die Nachfolge von Karl Tanner (SP) durchsetzen müssen?

«Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich kandidieren werde», erklärt Dieter Altherr, SVP-Gemeinderat. «Es kommt auf die Konstellation an. Gibt es Wildheuer, dann ja, gibt es keine, dann nein. Es gibt Gerüchte, dass es Wildheuer gibt. Da werde ich gegensteuern», fügt er an.

Gemeindevizepräsident Walter Hürst von der FDP schliesst eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium ebenfalls nicht aus. «Ich kann es mir vorstellen, zu kandidieren, werde aber in den nächsten Tagen noch mit den anderen Parteien sprechen und werde mich anschliessend entscheiden», erklärt Fürst.

Auch der parteilose Reto Vogt schliesst eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium nicht aus, oder jedenfalls noch nicht. In den Gemeinderat hat es für den Parteilosen gestern nicht gereicht. Er sei darüber zwar enttäuscht, aber habe damit gerechnet, dass es schwierig werde. «Jetzt kommt es darauf an, was die anderen Parteien machen. Eine stille Wahl will ich nicht, das Volk sollte eine Auswahl haben», sagt Vogt. Sollten keine anderen Parteien Kandidaten aufstellen, so würde er daher für das Gemeindepräsidium kandidieren.

Gerüchteweise ist in Trimbach auch von einer weiteren möglichen Kandidatur einer Person von ausserhalb des Gemeinderates die Rede.

Bestimmt nicht für das Gemeindepräsidium kandidieren wird hingegen Silvia Lehmann, die gestern in den Gemeinderat gewählt wurde. «Die Beanspruchung, die das Amt mit sich bringt, möchte ich in meiner momentanen persönlichen Situation nicht übernehmen», erläutert sie. Der Partei hat die CVP-Gemeinderätin diesen Entschluss bereits mitgeteilt.