Die christkatholische Stiftskirche in Schönenwerd war am Weihnachtskonzert am Mittwochabend sehr gut gefüllt: Im Durchgang zwischen den Holzbänken mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Schon vor Beginn des Konzerts sorgte die liebevolle Dekoration des Kreuzgangs mit Kerzen, organisiert vom Elternforum und vom Verein Kulturpunkt, für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Den Beginn machte die Musikgesellschaft Schönenwerd unter der Leitung von Christian Sommer mit «Schalom Alechem». Anschliessend spielten sie mit «Joy of the World» ein aufgestelltes Stück. Dieses Lied griff der darauffolgende Schülerchor unter der Leitung von Daniel Cartier auf: Die rund 30 Jugendlichen sangen dasselbe Stück, unterlegt mit Keyboard-Klängen. Als Zweites stimmten sie «One Love» von Bob Marley an. Besonders beeindruckten die Solostellen, die die Jugendlichen ohne Mikrofon bewältigten, sowie die Passagen, bei denen die Buben und die Mädchen sich abwechselten und ein gesanglicher Dialog entstand.

Grosse Bandbreite an Instrumenten

«Dieses Jahr haben wir wieder etwas Spezielles», mit diesen Worten kündigte Moderatorin Chiara Gilgen das Duo «Swiss Midland Pipe Band» aus Zofingen an. Die beiden Dudelsackspieler Nik von Däniken und Bernhard Roth spielten in traditionell mit Schottenrock, kniehohen weissen Socken und klassischen Mützen. Als sie nach dem bekannten Stück «Amazing Grace» zwischen den Holzbänken durch zum Ausgang der Kirche liefen, klatschten die Zuhörer mit.

Anschliessend erfüllten wieder klassische Weihnachtsklänge die Kirche: Der römisch-katholische Kirchenchor sang «In das Warten der Welt» und «Wer klopfet an». Das zweite Lied war grösstenteils in Dialogform geschrieben: Die Frauen übernahmen jeweils den Part der Familie um Maria und Josef, die um Unterkunft ersuchen, die Männer den Part des abweisenden Hausbesitzers, der sie in den Stall schickt. Daraufhin spielten Beat Hunziker und Christoph Moor vom Duo Wasserfluh drei Stücke auf ihren Alphörnern. Begleitet wurden sie von Katja Deutschmann an der Orgel. Zusammen ergab dies einen schönen, kräftigen Klang.

Zustupf für die Renovation

Am Weihnachtskonzert ist aber nicht nur Platz für Musik, sondern auch für andere Dinge: So übergab Roland Marti, der Präsident der Schönenwerder Kulturkommission, einen Check über 9117 Franken an Silvia Meier, der Präsidentin der christkatholischen Kirchgemeinde Schönenwerd-Niedergösgen. Das Geld fliesst in die anstehende Renovation der Stiftskirche. Für Meier war dieser Check auch ein Zeichen, dass die Stiftskirche für die Schönenwerder Vereine wichtig ist. «Es gibt uns Mut und Kraft für unseren Einsatz für diese historisch wertvolle Kirche», so die Präsidentin.

Anschliessend sang der rund 30-köpfige Gospel-Chor «sing2gether» weihnächtliche Lieder unter der Leitung von Petter Udland Johansen. Die Zeile «Merry Christmas and a happy New Year» im Lied «Merry Xmas» passte gut zum Abschluss des Konzertteils. Darauf erzählte Jolanda Urech eine Weihnachtsgeschichte über die Bedeutung von Adventskalendern und der Adventszeit im Allgemeinen. Zum Schluss des Abends standen alle auf, um gemeinsam unter der Leitung von Petter Udland Johansen «Stille Nacht» zu singen. Nach diesem gelungenen Abschluss gab es Lebkuchen, Punsch und Glühwein für das Publikum, organisiert von der Familie Gilgen und Freunden.

Nächstes Jahr geht das Weihnachtskonzert in der Stiftskirche in die zehnte Runde. Die Planung läuft bereits. Die Kollekte des diesjährigen Konzerts geht zugunsten des Jubiläumskonzerts, um «etwas Besonderes auf die Beine stellen zu können», wie Chiara Gilgen versprach.