Vergangene Woche standen Murat Q.* und Laith Z.* vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen. Sie waren unter anderem wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und Gehilfenschaft angeklagt. Nun steht das Strafmass fest: Murat Q. wird wegen versuchter eventualvorsätzlicher Tötung, mehrfachem Raufhandel sowie Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes verurteilt und mit einer Freiheitsstrafe von vier Jahren bestraft.

Ausschlaggebend war, dass der heute 25-Jährige aus Schönenwerd auf den geschädigten Quendrim U.* einstach, als dieser abzuhauen versuchte. Auch spielte die Schwere der Verletzungen eine Rolle, wie das Gericht auf Anfrage mitteilt.

Opfer bekommt Schadenersatz und Genugtuung

Der heute 40-jährige Laith Z. erhält wegen Raufhandels und Gehilfenschaft zum Messerstich 22 Monaten Haft auf Bewährung. Sie ist auf eine Probezeit von zwei Jahren ausgesetzt.

Quendrim U. erhält einen Schadenersatz von 1550 Franken und eine Genugtuung von 6000 Franken. Das Gericht erachtete ursprünglich eine Genugtuung von 8000 Franken als gerechtfertigt. Da es aber davon ausgeht, dass der heute 27-Jährige der Hauptaggressor im Vorfall vom September 2012 war, wurde der Betrag reduziert. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

*Namen der Redaktion bekannt.