Obergösgen
Wegen Baustelle: Schulweg wird zum Parcours

Im Dorfzentrum von Obergösgen sind die Trottoirs aufgrund von Baustellen gesperrt. Deshalb organisieren die Eltern einen Lotsendienst, welcher während den Umbauarbeiten für mehr Sicherheit auf dem Schulweg sorgt.

Christoph Zehnder
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Bruno Kissling

Die Primarschule Obergösgen ermuntert Eltern dazu, ihre Kinder nicht in die Schule zu chauffieren. Denn auf dem Schulweg können sich Kinder ungestört mit Gleichaltrigen austauschen und sie lernen, sich selbstständig im Strassenverkehr zu bewegen.

Doch derzeit ist das gar nicht so einfach in Obergösgen, denn es wird kräftig gebaut. Im Dorfzentrum entstehen zwei Kreisel. Just am ersten Schultag wurden die Arbeiten am Kreisel bei der Einmündung der Schachenstrasse in die Aarauerstrasse in Angriff genommen. Das nördliche Trottoir auf der Aarauer-, respektive Oltnerstrasse im Bereich der Baustelle ist daher gesperrt. Ebenso jenes auf der Lostorferstrasse bis Höhe Chileweg.

Je nach Schulweg müssen die Kinder so mehrfach die Strasse überqueren. Die Lage ist oft unübersichtlich. Einige Eltern haben deshalb vor den Sommerferien einen Begleitdienst ins Leben gerufen. Die freiwilligen Helfer geleiten Kindergärteler und Primarschüler sicher über den Zebrastreifen.

 Die aktuelle Fussgängerführung: Rot die gesperrten Trottoirs.

Die aktuelle Fussgängerführung: Rot die gesperrten Trottoirs.

Zur Verfügung gestellt

Die Obergösger Bauverwaltung unterstützt diese Initiative, indem sie die Einsätze koordiniert. «Das Projekt ist mit der Schulleitung abgesprochen», erklärt Christian Hug, Gemeinderat Ressort Bauwesen, auf Anfrage. Der Begleitdienst sei auf die Blockzeiten von Kindergarten, erster und zweiter Klasse abgestimmt. Gegenwärtig besteht der Begleitdienst aus 10 bis 15 Personen.

Die Bauarbeiten im Dorfzentrum von Obergösgen dauern voraussichtlich noch bis nächsten Frühling. Der Begleitdienst kommt je nach Bedarf und Baustellensituation zum Einsatz. «Wir planen jeweils von Ferien zu Ferien», erklärt Sarah Holzer, die auf der Bauverwaltung die Einsatzplanung durchführt. Derzeit brauche es den Begleitdienst nur beim Fussgängerstreifen über die Lostorferstrasse. Die Erwachsenen geleiten dort die Kinder auf die andere Strassenseite. Den Verkehr dürfen sie nicht anhalten, alleine schon aus Versicherungsgründen.

Ausbildung zu Verkehrslotsen

Das soll sich jetzt ändern. «Der nächste Schritt wird ein Lotsendienst sein», berichtet Sarah Holzer. Dazu müssen die Helfer aber zunächst einen Kurs besuchen. Instruktoren der Kantonspolizei bilden die Freiwilligen darum diese Woche erstmals vor Ort zu vollwertigen Verkehrslotsen aus.

Für den Obergösger Gemeinderat habe die Sicherheit oberste Priorität, betont Christian Hug. Die Bauverwaltung vertritt die Interessen in den regelmässigen Bausitzungen und auf der Obergösger Homepage werden jeweils die aktuellsten Massnahmen und Übersichtspläne aufgeschaltet.

Helfer gesucht

Der Begleitdienst ist auf die Unterstützung von Eltern und Freiwilligen angewiesen. Interessierte können sich bei der Bauverwaltung Obergösgen melden (Tel. 062 285 51 54).