31 Stimmberechtigte kamen am Montag zur Rechnungsgemeinde von Schönenwerd ins Casino. Nach dem Vortrag der Musikschüler (E-Gitarre und Sologesang) mit Musikschulleiter Daniel Schlosser genehmigten sie alle Anträge des Gemeinderats (fast) einstimmig.

Ein wichtiges Bauwerk lösten sie mit dem Ja zu einem Kredit von brutto 1,28 Mio. Franken aus: Den Neubau des Zonenpumpwerks für die «obere Zone», am gleichen Standort wie das bereits beschlossene neue Reservoir Föhren (Reservoirweg). Geplant sind auch eine neue Einspeiseleitung in die obere Zone sowie eine direkte Verbindungsleitung zum Hochzonenreservoir Bann. Das erhöht die Versorgungssicherheit für die obere Zone, zu der das Riedbrunnenquartier, der Rotenhof und der Eppenberg gehören. Mit einem separaten Kredit von brutto 470 000 Franken bewilligte der Souverän auch Ausbauten und Instandsetzungen bei Wasser, Abwasser und Strassen an Riedbrunnenstrasse und Oberer Holzstrasse.

Sattes Plus statt deutliches Minus

Die Rechnung 2016 gab zu keinen Fragen Anlass. Unvorhergesehene Mehreinnahmen führten dazu, dass statt des budgetierten Defizits von 655 000 Franken ein Ertragsüberschuss von 871 000 Franken herauskam. Nach drei Defizitjahren (2012 bis 2014) brachten die zwei letzten Jahre wieder schwarze Zahlen, wie «Finanzminister» Beat Keller erfreut feststellte.

Eine Revision der Gemeindeordnung beinhaltete vor allem begriffliche Anpassungen an das neue Rechnungsmodel HRM 2; eine Enthaltung gab es wohl wegen der Zusammenlegung der Bau- und Wasserkommission mit der Planungs- und Verkehrskommission zur neuen Bau- und Planungskommission.

Der Vertrag mit Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau zur Bildung eines gemeinsamen Friedensrichterkreises löste eine Frage nach dem Wahlverfahren des Friedensrichters aus, wenn sich die Räte der drei Gemeinden einmal nicht einig sollten. Zurzeit ist die Frage aber eher, ob überhaupt ein Friedensrichter gefunden wird: Ursula Tännler gibt ihr Amt in Gretzenbach auf, in Schönenwerd ist unsicher, ob Thomas Fürst noch eine Amtsperiode anhängt.

Unbestritten waren die Übernahme des Wahlbüros der reformierten Kirchgemeinde und die Revisionsstelle für die Amtsperiode 2017/21 (Civitas Public, Solothurn, wie bisher). Herzlich verabschiedet wurde Röbi Gilgen, 2005 bis 2009 Präsident der Vormundschaftsbehörde und Sozialhilfekommission, 2009 bis 2017 Gemeinderat (4 Jahre Soziales, 4 Jahre Bau). Nachfolgerin im Rat wird Jolanda Zollinger.