Starrkirch-Wil
Was grün ist, soll grün bleiben

So soll sich die Gemeinde in den nächsten 20 Jahren entwickeln.

Gabriela Strähl
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Blick in den grünen Korridor zwischen dem Gemeindezentrum Starrkirch (links) und der Friedhofanlage Meisenhard (Archivbild).

Blick in den grünen Korridor zwischen dem Gemeindezentrum Starrkirch (links) und der Friedhofanlage Meisenhard (Archivbild).

Bruno Kissling

Letzten Januar setzten sich 80 Einwohner mit der Frage auseinander, wie die Gemeinde Starrkirch-Wil in den nächsten Jahren aussehen soll. Anschliessend wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Nun liegt das neue Räumliche Leitbild vor.

«Damit ist eine weitere Voraussetzung erfüllt für die anstehende Ortsplanungsrevision», so Gemeindepräsident Daniel Thommen in seiner Ansprache an die 46 anwesenden Stimmberechtigten.

Fachlich unterstützt wurde die Arbeitsgruppe dabei von Selina Bleuel und Thomas Ledermann von BSB + Partner, Ingenieure und Planer AG, in Oensingen, sowie von werk 1 und grünwerk 1. Bleuel war selbst anwesend und stand für Fragen zur Verfügung.

Zentrumsnah und im Grünen

Neben einer Analyse des Ist-Zustands wurden 17 Leitsätze definiert, die behördenverbindlich sind. Einer der grössten Vorteile der Gemeinde sei die Nähe zu Olten und gleichzeitig die Wohnlage im Grünen. Letzteres soll auch weiterhin so bleiben: Beispielsweise soll der Grünkorridor, der sich ungefähr vom Wilerhof an der Kirche vorbei bis nach Dulliken erstreckt, weiterhin nicht bebaut werden.

Weiter will die Gemeinde sowohl Bauern wie auch Gewerbe für mögliche Vorhaben die Hand bieten. Die Wartburghöfe, die etwas ausserhalb des Dorfes liegen und bis auf eine Ausnahme nicht mehr bewohnt sind, sollen wieder genutzt werden können. «Weil diese in der Juraschutzzone liegen, ist der Handlungsspielraum begrenzt», so Thommen.

Möglich wäre aber ein bewohnter Weiler und allenfalls stilles Gewerbe. Renovierungen und zukünftige Nutzungen müssten jedoch in die Struktur passen.

Parzellen besser ausnutzen

Was das Wachstum der Gemeinde betrifft, so sieht das Räumliche Leitbild vorerst die Bebauung der leeren Bauparzellen vor. Mit zweiter Priorität soll wo möglich verdichtet werden. Unter anderem sollen die Parzellen besser ausgenutzt werden können.

Hier knüpft auch die Idee an, eine Mehrausnutzung der Parzellen zuzulassen und beispielsweise Generationenwohnen zu ermöglichen. In den teilweise grossen Gärten wären so noch weitere Nutzungen auf Zeit möglich. Die Rückmeldung eines anwesenden Einwohners war denn auch positiv: «Ich habe selber einen Garten, den man vielleicht noch nutzen könnte.»

Sollte auch dann noch Bedarf nach Bauland bestehen, ist eine Erweiterung des Siedlungsgebiets denkbar. Die Gemeindeversammlung genehmigte das Räumliche Leitbild einstimmig und gab dem Gemeinderat damit den Auftrag für weitere Schritte.

Budget genehmigt

Weiter genehmigte die Versammlung das Budget 2017. Die Erfolgsrechnung weist einen Ertragsüberschuss von 327 500 Franken aus, vorgesehen sind Nettoinvestitionen von 438 700 Franken. Eine Frage gab es zum Streichen des Partnerunterrichts auf Kindergartenstufe. Die Kindergärten seien nicht komplett ausgelastet, es stünden immer noch Pool-Lektionen zur Verfügung, erklärte Daniel Thommen.

Unter Varia kam das Anliegen, dass in den Wohnungen an der Aarauerstrasse 23, die derzeit von Asylbewerbern genutzt werden, das WC-Licht nachts durchgehend brenne. Thommen erklärte, dass dies bereits mehrfach an die Betreuerin weitergeleitet wurde.

Weiter informierte Thommen, dass die Petition zur Einführung einer Tempo-30-Zone an der Unteren Schulstrasse im Januar im Gemeinderat besprochen werde.

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