Schönenwerd
Was der Halle nützt, nützt auch der Badi

Die Erschliessung der in Schönenwerd geplanten Sport- und Eventhalle «Sponsor Arena» kommt vor die Gemeindeversammlung.

Christian von Arx
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Die Zufahrt zur geplanten Sport- und Eventhalle Mittelland in der Nord-Ecke des Sportplatzes Feld soll ausschliesslich über die Aarestrasse (rechts, entlang dem Freibad) erfolgen. Für den motorisierten Verkehr wird die Verbindung zwischen der Schachenstrasse (links) und den Parkplätzen sowie der Aarestrasse abgesperrt.

Die Zufahrt zur geplanten Sport- und Eventhalle Mittelland in der Nord-Ecke des Sportplatzes Feld soll ausschliesslich über die Aarestrasse (rechts, entlang dem Freibad) erfolgen. Für den motorisierten Verkehr wird die Verbindung zwischen der Schachenstrasse (links) und den Parkplätzen sowie der Aarestrasse abgesperrt.

Visualisierung: Steffen Architek

Vor einem Jahr hatte die Schönenwerder Gemeindeversammlung ein Darlehen von 100 000 Franken und eine Aktienbeteiligung von 50 000 Franken für das Projekt «Sport- und Eventhalle Mittelland» bewilligt. Die geplante Halle soll die Heimat des erfolgreichen Sportvereins Volley Schönenwerd werden und als nationales Leistungszentrum von Swiss Volley dienen, aber auch anderen Ballsportarten und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Am Montag kann sich die «Gmeind» zu einem anderen Aspekt des Projekts äussern.

In der Zwischenzeit hat das Projekt den Standort gewechselt: Weil am zuerst vorgesehenen Ort an der Bahnlinie zwischen Fashion Fish und Rotel der Baugrund zu wenig stabil ist, soll die Halle nun am Nordrand des Sportplatzes Feld entstehen. Die Gemeinde ist bereit, das Land im Baurecht zur Verfügung zu stellen. Das Baugesuch wurde im Oktober eingereicht.

Schachenstrasse entlasten

Der zu erwartende Verkehr zur Halle hat zu zwei Einsprachen geführt, die zurzeit vor der Baukommission hängig sind. Die Gemeinde Schönenwerd unterstützt nun eine Verkehrserschliessung, die den Anliegen der Anwohner möglichst Rechnung tragen will: Die Bauherrschaft erstellt bei der Halle rund 100 neue oberirdische Parkplätze mit Schotterrasen, zusätzlich zu den etwa 50 bestehenden zwischen Leitplanke und Aarestrasse.

Zu allen Parkplätzen gelangen die Autos nur über die Aarestrasse, die zu diesem Zweck im Bereich der Badi durchgängig befahrbar gemacht wird. Die Wegfahrt erfolgt auf dem gleichen Weg zurück über die Aarestrasse. Die Schachenstrasse wird entlastet, denn von dieser Seite her wird der Zugang zu den Parkplätzen gesperrt. Die Aarestrasse wird als Sackgasse im Kreisverkehr durch die Parkplätze befahren. Nur für Velos und Fussgänger bleibt der Durchgang zwischen Aarestrasse, Schachenstrasse und Hechtenweg offen.

Parkplätze gemeinsam nutzen

«Von dieser Lösung profitieren sowohl die Halle wie auch die Gemeinde», erklärt Gemeindepräsident Peter Hodel. «Wir kommen so zu einer geordneten Parkplatzsituation auch für das Freibad.» Während der Badi-Saison gebe es oft zu wenig Parkplätze für die Badegäste, was das Quartier an der Schachenstrasse belaste. Im Baurechtsvertrag ist nun vorgesehen, dass die Parkplätze der Sport- und Eventhalle auch für die Badi zur Verfügung stehen sollen, wie umgekehrt die bestehenden Parkplätze an der Aarestrasse auch für Spiele und Anlässe in der Halle. Denn die Spitzenzeiten in der Halle fallen nicht in die Badi-Saison im Sommer.

Um die Halle in der Nord-Ecke des Sportplatz-Areals (angrenzend an den Schachenwald) bauen zu können, muss ein Fussball-Trainingsfeld näher zum Hauptfeld hin verschoben werden. Bei dieser Gelegenheit wird die veraltete Beleuchtung erneuert. Für die neue Verkehrserschliessung über die Aarestrasse und die Verschiebung des Fussballfeldes beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung nun einen Bruttokredit von 120 000 Franken. Einen Teil dieses Betrags wird die BaS Immobilien AG als Bauherrin der Halle übernehmen.

Projekt auf Kurs

Die neue Verkehrserschliessung und die Parkplätze werden nur realisiert, wenn die Sport- und Eventhalle tatsächlich gebaut wird. Das steht im jetzigen Zeitpunkt nicht mit letzter Sicherheit fest. «Noch ist die Finanzierung nicht vollständig gesichert», teilt Urs Fäs (Schönenwerd), der Finanzverantwortliche der BaS Immobilien AG, auf Anfrage mit. «Wenn die Baubewilligung vorliegt, wird uns das sicher auch im Hinblick auf die Finanzierung helfen.»

Eine optimistische Annahme der Initianten geht davon aus, dass die Baubewilligung für die Halle im ersten Quartal 2016 vorliegen, der Baustart im zweiten Quartal 2016 erfolgen und die Halle im Winter 2016 fertiggestellt sein könnte.

Die Gemeinde Schönenwerd ist nicht nur an den Parkplätzen für die Badi interessiert, sondern auch an der Halle selbst. Sie hat sich vor allem deswegen am Aktienkapital beteiligt, um sich bei Bedarf zusätzliche Hallenkapazitäten für den Turnunterricht sichern zu können. «Das wäre für die Gemeinde sicher günstiger, als wenn sie selbst eine Halle bauen müsste», sagt Peter Hodel.