Wartenfels
Stiftung engagiert sich für einen sicheren und gesunden Wald rund ums Schloss

Die Stiftung Schloss Wartenfels plant in den nächsten Jahren eine grosse Forstsanierung.

Lorenz Degen
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Thomas A. Müller und Georges Nussbaumer: Die Initianten des Waldprojekts beim Schloss Wartenfels.

Thomas A. Müller und Georges Nussbaumer: Die Initianten des Waldprojekts beim Schloss Wartenfels.

Bruno Kissling

«Wir sind hier in einem sehr gefragten Naherholungsgebiet», erklärt Förster Georges Nussbaumer. Er kennt den Wald rund um das Schloss Wartenfels. Forsttechnisch gibt es zwei Problemzonen: «Auf der sonnenexponierten Südseite macht den Buchen die Trockenheit sehr zu schaffen. Auf der schattigen Nordseite sind die Eschen von einem Pilz befallen, der sie in etwa zehn Jahren ganz absterben lässt.» Wenn noch viel Schnee fällt, so wie diesen Winter, ist die Gefahr gross, dass Äste abbrechen und die Bäume instabil werden.

Zeit also, sich der Wald-Problematik gründlich anzunehmen. «Der Wald steht ganz oben auf unserer Agenda», erklärt der Vizepräsident des Stiftungsrats, Thomas A. Müller. «Die Sicherheit der Wanderwege ist sehr wichtig. «Auch wollen wir ums Schloss einen gesunden, intakten Wald haben.» Nussbaumer verweist auf die Eiben, die wohl seit dem Mittelalter zum Schloss gehören.

«Die Eibe gehörte zu den begehrten Waffenhölzern, beispielsweise für Pfeilbogen.»

Dieser historische Bewuchs soll verjüngt werden. Klimatisch sind die Eiben nicht in Gefahr: «Sie vertragen Hitze und Trockenheit gut.»

Förderprogramm soll Projekt sichern

Eine so grosse Sanierung kann die Stiftung Wartenfels finanziell nicht alleine stemmen. Die Transitgas AG bietet ein Förderprogramm an, mit dem sie nachhaltige und gemeinnützige Projekte unterstützt. Ausbezahlt werden Gelder in der Höhe zwischen 25'000 und 100'000 Franken pro Jahr, wobei diese Summe auf bis zu drei Jahre verteilt werden kann. Wie hoch die Kosten für die Waldsanierung des Schlosses Wartenfels ausfallen wird, kann Nussbaumer noch nicht sagen.

Zunächst muss der Stiftungsrat grünes Licht für das Vorhaben geben, was aber eine Formsache sein dürfte: «Wir werden an der nächsten Sitzung im März darüber befinden», erklärt Müller. Nussbaumer wird dann ein Projekt ausarbeiten, welches bei der Transitgas AG eingereicht wird. «Sie wissen noch nichts von ihrem Glück», sagt Nussbaumer. Da die Transitgas maximal achtzig Prozent der Kosten übernimmt, braucht es noch weitere Geldgeber. «Jeder Sponsor ist willkommen», ergänzt Müller.

Ein Wort beim Projekt mitzureden hat auch das Amt für Raumplanung, denn der Wald um das Schloss Wartenfels ist eigentlich ein Reservat. «Das bedeutet, wir dürften in den zehn Hektaren Wald gar nichts anfassen», so Nussbaumer. Da aber die Hälfte des Waldes von der Zerstörung bedroht sei, ist Nussbaumer guten Mutes, dass eine Lösung gefunden werde. «Was wir hier vorhaben, wirkt sich unmittelbar für die Menschen der Gegenwart aus. Aber es geht auch um die nächste und übernächste Generation, für die wir einen gesunden und sicheren Wald erhalten wollen.»