Dulliken

Wanner AG will Werkhof auf Gemeindeparzelle bauen

An der Ecke Bodenacker/Hardstrasse befindet sich die Parzelle, auf welcher das Unternehmen einen neuen Werkhof für sein Baugeschäft einrichten möchte.

An der Ecke Bodenacker/Hardstrasse befindet sich die Parzelle, auf welcher das Unternehmen einen neuen Werkhof für sein Baugeschäft einrichten möchte.

Das Unternehmen Wanner AG möchte auf einer sich in Besitz der Gemeinde Dulliken befindlichen Industrielandparzelle einen neuen Werkhof für sein Baugeschäft einrichten. Die Gemeinde kann nun die Parzelle entweder verkaufen oder das Baurecht abgeben.

Dullikens Gemeindepräsident Walter Rhiner konnte am Montagabend 49 Stimmberechtigte zur Budgetgemeindeversammlung in der Aula Kleinfeld willkommen heissen. Der Voranschlag mit einem Ertragsüberschuss von 125'495 Franken wurde einstimmig gutgeheissen, ebenso die Steuerfüsse von 119, respektive 89 Prozent, die Feuerwehr-Ersatzabgabe (15 Prozent der einfachen Staatssteuer, im Minimum 20, im Maximum 400 Franken) sowie die Hundesteuer (120 Franken pro Tier).

Mit Firma Wanner verhandeln

Der Souverän ermächtigte einstimmig den Gemeinderat, Verhandlungen mit der Firma Wanner Bau AG, Obergösgen, zwecks Abgabe der Parzelle GB 194 an der Ecke Bodenacker/Hardstrasse im Baurecht aufzunehmen. Das Unternehmen möchte auf der sich in Gemeindebesitz befindlichen Industrielandparzelle von 8845 m² Grösse einen neuen Werkhof für sein Baugeschäft einrichten, weil der alte «aus allen Nähten platzt und als Ganzes an einen neuen Standort verlegt werden muss».

Die Finanzkommission (FiKo) legte daraufhin zwei Optionen vor: Einerseits den Verkauf der Parzelle: Dieser biete «die Möglichkeit, das Geld beispielsweise einzusetzen, um langfristige Schulden zu senken. Damit würde sie aber lediglich im Umfang des entfallenden Zinses profitieren». Sprich: Im ungünstigsten Fall Negativzinsen. Andererseits die Abgabe im Baurecht. Dieser, so die FiKo, sei «eindeutig der Vorzug zu geben. Sie sorgt für eine gute Rendite und einen stetigen jährlichen Mittelfluss». Weiter sei es «ein grosser Vorteil», wenn das Land nach Ablauf der Baurechtsdauer wieder in den Gemeindebesitz zurückfalle. «Zudem werden wir die Verlegung des Firmensitzes nach Dulliken an die Vertragsbedingungen knüpfen», stellte der Gemeindepräsident in Aussicht.

Lagerplatz überdachen

Für den Werkhof soll zusätzlicher Lagerplatz geschaffen werden. Die aktuell kleinen und zum Teil schlecht zugänglichen Lagermöglichkeiten werden dabei um einen überdachten Lagerplatz erweitert, dies als Anbau an das Feuerwehrmagazin in südlicher Richtung. Durch die Überdachung müssen bereits vorhandene Mulden wie auch Material für den Unterhalt der Wasserleitungen nicht mehr der Witterung ausgesetzt werden. Unter anderem sollen auch die Schneepflüge dort untergebracht werden. Der Souverän genehmigte den dafür notwendigen Bruttokredit von 250'000 Franken einstimmig.

Infogram: Budget Dulliken

In Kürze

  • Die Anwesenden stimmten einstimmig einem Begehren des Gemeinderates zu, bis 2026 jährlich 29'750 Franken (total 297'500 Franken) aus dem steuerfinanzierten Finanzhaushalt in die defizitäre Feuerwehr-Rechnung zu transferieren. Damit sollen auch die Kosten für zwei neue Fahrzeuge abgefedert werden.
  • Der Souverän hiess bei einer Enthaltung die zehn Leitartikel des neuen räumlichen Leitbildes gut. Dieses dient als Grundlage für die anstehende Ortsplanungsrevision. Das liegt, so Planer Daniel Schneider, in den Bereichen Zentrum, Bahnhof und Schäfer.
  • Einstimmig gutgeheissen wurde das neue Flurreglement. Dieses regelt den Unterhalt und die die landwirtschaftliche Nutzung von Fluranlagen wie Flurwege, Brücken, Drainagen, Hecken oder Biotope.
  • Schliesslich genehmigten die Anwesenden einstimmig die Teilrevision des Musikschulreglements.
  • Der Neujahrs-Apéro findet am Samstag, 6. Januar, ab 17 Uhr in der Aula des Schulhauses Kleinfeld statt.

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