Gemeinderat

Walterswil ist sich einig: Es ist höchste Zeit für eine Überarbeitung der Ortsplanung

Der Dorfkern Walterswils ist zurzeit eine Planungszone.

Der Dorfkern Walterswils ist zurzeit eine Planungszone.

Die Walterswiler Gemeindeversammlung gewährt den Kredit von 100'000 Franken für die Überarbeitung der Ortsplanung einstimmig.

«Wir haben im Februar dieses Jahres entschieden, im Dorfkern eine Planungszone zu verfügen», eröffnete Gemeindepräsidentin Marie-Louise Wilhelm-Merz das Traktandum. Grund für die Planungszone war damals unter anderem die Sonne-Bar, die in eine Erotik-Bar hätte umfunktioniert werden sollen. Durch die Verfügung konnte dies verhindert werden – nun jedoch muss die Gemeinde handeln, denn die Planungszone gilt nur für drei Jahre.

Deshalb stellte der Gemeinderat den Antrag, einen Kredit von 100'000 Franken für die Überarbeitung der Ortsplanung zu erhalten. Doch dies ist nicht der einzige Grund: Die letzte Ortsplanungsrevision wurde 2002 durchgeführt, für eine Überarbeitung sei es also höchste Zeit. Dies sahen auch die 29 anwesenden Einwohner so. Sie nahmen den Antrag einstimmig an.

Kredite genehmigt

Ähnlich schnell verliefen die meisten anderen Traktanden. Der Kreditantrag für die Sanierung der Engelbergstrasse über 225'000 Franken, derjenige für die Erstellung einer neuen Meteorleitung in der Emil-Frey-Strasse für 60'000 Franken, der Antrag für die Sanierung der Hennenbühlstrasse über 75'000 Franken sowie der für ein Regenbecken beim Parkplatz der Emil Frey AG über 761'000 Franken wurden alle einstimmig angenommen.

Infogram: Budget Walterswil

Mehr Geld für die Feuerwehr

Lediglich das achte Traktandum, die Anpassung der Dienst- und Gehaltsordnung, führte bei den Anwesenden zu Diskussionen. Es ging darum, die Entschädigung für Feuerwehrfunktionäre zu erhöhen. Einem Einwohner gefiel jedoch nicht, dass bei dieser Gemeindeversammlung Leute anwesend waren, die er sonst noch nie an einer Gmeind gesehen habe. Er war der Meinung, diese seien nur dort, weil das Thema sie direkt betrifft, und wollte, dass die Betroffenen nicht abstimmen dürfen.

Doch andere Anwesende und auch Marie-Louise Wilhelm-Merz konnten dieser Meinung nicht zustimmen: «Es ist immer so. Geht es um die Schule, kommen auch viel mehr Betroffene an die Versammlung», so Wilhelm-Merz. Das Traktandum wurde schliesslich mit 26 Ja-Stimmen zu drei Enthaltungen angenommen – die Walterswiler Feuerwehrfunktionäre erhalten ab 2018 eine höhere Entschädigung.

Zum Schluss wurde über das Budget 2018 abgestimmt. Obwohl dieses noch immer einen Aufwandüberschuss von 112'275 Franken aufweist, ist die Gemeindepräsidentin überzeugt, dass die Gemeinde positiv in die finanzpolitische Zukunft blicken kann.

Auch unter dem letzten Traktandum «Verschiedenes» gab es positive Nachrichten: Die Walterswiler Homepage soll am 1. Januar 2018 fertiggestellt sein.

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