Kommentar

Votum für einen richtigen Neustart

Relativ klar und gleich im ersten Wahlgang haben die Niedergösger Roberto Aletti zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Dass sich der bislang kaum bekannte und politisch unerfahrene 62-jährige Aletti durchsetzt gegen den 4 Jahre jüngeren Andreas Meier, der als Bauunternehmer und bisheriger Gemeindevizepräsident im Dorf eigentlich breit abgestützt ist, kann doch als Überraschung gewertet werden. Es zeigt aber, dass die Niedergösger mit Aletti einen richtigen Neustart wollen: Als politischer Newcomer hat er mit den Querelen im Gemeinderat in jüngster Vergangenheit nichts zu tun gehabt. So kauften ihm die Stimmbürger den Slogan ab, dass er als «Brückenbauer» wirken möchte.

Im Gegensatz dazu verkörperte Andreas Meier das Bisherige. Er stammte noch aus der Henzmann-Ära, war die letzten beiden Jahre sein Stellvertreter und hatte insgesamt bereits 14 Jahre als Gemeinderat auf dem Buckel. Nicht gerade förderlich war sicher auch, dass Kurt Henzmann – wenn auch nicht offiziell, sondern als Privatperson auf Facebook – sich für Meier starkmachte. 

Zu wünschen bleibt Niedergösgen nun eines: Dass die Gemeinde nach dem politischen Erdbeben im Mai 2017, als der amtierende Henzmann als alleiniger Gemeindepräsidentenkandidat die Hürde des absoluten Mehrs nicht schaffte, endlich etwas zur Ruhe kommt.

 fabian.muster@azmedien.ch

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