Lostorf

Vorläufig gibts kein neues Schulhaus

Die Räume der Lostorfer Schulanlagen werden knapp. Der Gemeinderat will auch den Sanierungsbedarf in seine Planung einbeziehen.

Die Räume der Lostorfer Schulanlagen werden knapp. Der Gemeinderat will auch den Sanierungsbedarf in seine Planung einbeziehen.

Der Gemeinderat schaltet bei der Schulraumplanung einen Gang zurück. Das Anliegen soll im Rahmen des Budgets 2017 behandelt werden. Die Notwendigkeit eines Schulhaus-Neubaus ist für den Gemeinderat mindestens vorderhand nicht nachgewiesen.

Der Lostorfer Gemeinderat will in der Schulraumplanung nichts überstürzen: Er hat es abgelehnt, die Mittel für die Erarbeitung einer Grobdiagnose zum baulichen Zustand der Schulgebäude als Nachtragskredit schon für das laufende Jahr zu bewilligen. Das Anliegen soll im Rahmen des Budgets 2017 behandelt werden. Und: Die Notwendigkeit eines Schulhaus-Neubaus ist für den Gemeinderat mindestens vorderhand nicht nachgewiesen. Problempunkte sind erkannt.

Im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat die Ergebnisse der Variantenstudie «Schulraumplanung» zur Kenntnis genommen und mit Hinweis auf die Kostenfolgen an die Arbeitsgruppe zurückgegeben. Diese wurde beauftragt, eine Raumbilanz aller Räumlichkeiten vorzulegen, einen Augenschein mit dem Gemeinderat zu vereinbaren und eine Prioritätenordnung der Schule vorzulegen.

Aus diesem Grund fand im Frühjahr 2016 ein Schulrundgang während des Schulbetriebes statt. Im Fokus stand das Schulhaus 1912. Der Gemeinderat konnte sich vor Ort über die problematischen Punkte ein Bild machen: Feuchtigkeitsproblematik der Aula-Aussenwände, Sanierungsbedarf des Platzes unter den Linden, Parkierproblematik, zu kleines Lehrerzimmer, fehlender Arbeitsraum für die Lehrkräfte, Platznot in den Klassenzimmern, kein Platz für die Bibliothek.

Ein grosser Handlungsbedarf besteht auch beim Kindergarten Kirchmatt. Gegenüber dem Kindergarten weist das Schulhaus 1912 einerseits den grösseren Raum- und Sanierungsbedarf, aber auch den grösseren Handlungsspielraum auf.

Die Arbeitsgruppe möchte den Planungsschwerpunkt vorerst aber auf das Schulhaus 1912 legen. Das übrige Schulareal soll jedoch im Auge behalten werden, um auch gebäudeübergreifende Optimierungen zu ermöglichen.

In der Analysephase hat die Firma Metron AG in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe die Raumdefizite für den Schulbetrieb evaluiert und eine Raumbilanz erstellt. Eine Grobdiagnose der baulichen Zustände der Schulgebäude wurde noch nicht erstellt.

Diese Grobdiagnose wird die Bauzustandsbeurteilung sowie die Grobkostenschätzung für die Instandsetzung für das Schulhaus 1912, das Schulhaus 1995, das Schulhaus 2004, die Dreirosenhalle (1980) und den Kindergarten Kirchmatt (1975) beinhalten. Damit die Grobdiagnose erstellt werden kann, ersuchte die Arbeitsgruppe Schulraumplanung den Gemeinderat, einen Nachtragskredit von 14'364 Franken zu bewilligen.

Vier Weichen sind gestellt

Für das weitere Vorgehen in Sachen Schulraumplanung hat der Gemeinderat nun vier Schlüsselentscheide gefällt:

Nach ausführlicher Diskussion hat der Rat mit 4:3 Stimmen beschlossen, den Nachtragskredit für die offerierte Grobdiagnose von 14'364 Franken (inkl. MwSt.) vorläufig abzulehnen. Er verlangte stattdessen, dass der Nachtragskredit ordentlich im Budget 2017 aufzunehmen ist.

An den beiden Kindergartenstandorten «Kirchmatt» und «Dreirosen» hält der Rat fest.

Die Musikschule wird weiterhin in den Schulbetrieb integriert und nicht ausgelagert, und deswegen muss auch kein Schulhaus-Neubau errichtet werden.

Weiter kann sich der Rat vorstellen, die Abwartswohnung im Schulhaus 1912 auszulagern, sofern die dadurch entstehende Kapazität für den Schulbetrieb sinnvoll genutzt werden kann.

Bachstrasse Süd günstiger saniert

Am 3. November 2012 hatte sich in der Bachstrasse, auf der Höhe des Parkplatzes der Firma Vogt AG, ein Wasserleitungsbruch an der Hauptversorgungswasserleitung zwischen dem Reservoir Reben und dem Grundwasserpumpwerk in Obergösgen ereignet. Durch die enorme Wassermenge und den grossen Druck (10 bar) wurde das Strassenteilstück ab dem Wasserleitungsbruch bis zur Industriestrasse unterspült.

Der Ersatz der Wasserleitung, der Kanalisation und des Strassenstückes war deswegen notwendig. An der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2013 wurde für die Sanierung der Bachstrasse Süd inkl. des Ersatzes der Werkleitungen der Kredit von 1'335'000 Franken gutgeheissen. In der Zwischenzeit wurden die Arbeiten abgeschlossen und die Werke durch die Bauleitung und die Vertreter der Bauherrschaft mittels Abnahmeprotokoll abgenommen.

Gesamthaft konnte der Kredit für die Wasserleitung, die Kalibervergrösserung der Kanalisation und die Strassensanierung um Fr. 134'067.50 oder rund 10 Prozent unterschritten werden. Aufgrund der gewählten Verlegeart musste die Wasserversorgung von Obergösgen nach Lostorf nur einmal abgestellt werden. Dadurch entfielen Etappierungen und die damit verbundenen Umtriebe. Durch die Mithilfe des Bauamtspersonals konnten zudem diverse Einsparungen erzielt werden.

Der Rat hat die Abrechnung einstimmig genehmigt, vorbehalten bleibt die Zustimmung durch den Souverän.

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