Niedergösgen
Vom Wetter bis zur Politik: Gösger Apéro mit viel Gesprächsstoff

Am Gösger Apéro, das am Samstagmittag im Schlosshof stattgefunden hat, war die politischen Querelen in der Gemeinde Niedergösgen nur kurz Gesprächsstoff. Ansonsten boten auch gängigere Themen wie das Wetter, Musik oder Anlässe in der Region den gewünschten Unterhaltungswert.

Rahel Bühler
Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Kurt Henzmann bei der Begrüssung zum Gösger Apéro im Schlosshof.

Gemeindepräsident Kurt Henzmann bei der Begrüssung zum Gösger Apéro im Schlosshof.

Markus Müller

Vergangene Woche wurde bekannt, dass sich der Niedergösger Vizegemeindepräsident Andreas Meier nun doch für die Wahl des Gemeindepräsidenten vom 23. September zu Verfügung stellen wird. Das dürfte in der Niederämter Gemeinde, die von politischen Unruhen im vergangenen Jahr nicht verschont geblieben ist, doch für etwas Gesprächsstoff gesorgt haben. Am Gösger Apéro, das am Samstagmittag stattgefunden hat, war nicht viel davon zu spüren. Einzig Kurt Henzmann, der abtretende Gemeindepräsident äusserte sich in seiner Ansprache kurz zu den politischen Querelen in seiner Gemeinde. Nach dem obligaten Willkommensgruss wünsche er sich in Zukunft «Kompetenz und Verantwortung, kein Parteibuchdenken». «Hoffentlich beteiligen sich für die Legislatur 2021 bis 2025 wieder alle Parteien an der Wahl», sagte er klar.

Ersatzwahl GEmeindepräsident

Wie bereits angekündigt, tritt die CVP Niedergösgen mit einer eigenen Kandidatur zu den Ersatzwahlen für das Gemeindepräsidium an. Sie führt zurzeit ausführliche Gespräche mit potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die Abklärungsphase Ende Mai abgeschlossen und die Kandidatur der CVP anschliessend bekanntgegeben werden kann», schreibt die Partei. Anlässlich der Parteiversammlung vom 19. Juni werden sich die Kandidatin/der Kandidat der Parteibasis persönlich vorstellen. An dieser Parteiversammlung werde die CVP Niedergösgen ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten für die Wahl vom 23. September nominieren. Der Präsident der CVP Schweiz, Nationalrat Gerhard Pfister, habe bereits seine Teilnahme an der Versammlung zugesichert.

Zur Klärung der Parteizugehörigkeit innerhalb der Gemeinderatsfraktion habe der Vorstand der CVP Niedergösgen mit Schreiben vom 18. April Andreas Meier sowie alle andern Fraktionsmitglieder aufgerufen, Stellung zu ihrer Parteizugehörigkeit zu beziehen. «Mit der Publikation des Zeitungsartikels im Oltner Tagblatt vom 5. Mai steht fest, dass Andreas Meier keiner Partei an-gehört und somit als Parteiloser für das Gemeindepräsidium kandidiert», heisst es weiter. Damit sei auch die Frage seines Mitbestimmungsrechts in der CVP-Ortspartei zweifelsfrei geklärt. (otr)

Unter den Gästen wurde ab und an auch über andere mögliche Kandidaten, den aktuellen Gemeinderat oder über Demokratie im Allgemeinen diskutiert. Ansonsten boten auch gängigere Themen wie das Wetter, Musik oder Anlässe in der Region den gewünschten Unterhaltungswert.

Wenig Neuzuzüger

Niedergösgen veranstaltet traditionellerweise keinen Neujahrsapéro im Januar, sondern das sogenannte «Gösger Apéro», immer am ersten Samstag im Mai. Kurt Henzmann bezeichnete den Anlass denn auch als Institution mit einer grossen Tradition im Dorf. Eingeladen sind alle Einwohner, ganz speziell jene Gösger, die neu zugezogen sind. «Heuer waren erstmals auch Personen, die in Niedergösgen arbeiten, aber auswärts wohnen, eingeladen», erzählt Roland Brunner, der Präsident der Kultur- und Jugendkommission, welche das Apéro im Schlosshof organisiert hatte.

Der Einladung gefolgt waren um die 65 Personen, darunter allerdings wenige Neuzuzüger, wie eine kurze Umfrage des Gemeindepräsidenten ergab. «Der Apéro ist auf 80 Gäste ausgerichtet. Das ist der Erfahrungswert aus den vergangenen Jahren», weiss Roland Brunner.
Musikalisch umrandet wurde der Event von einem Duo aus Thun, das sich «Schlossmusik» nennt und auch dementsprechende musiziert. Mit Spinett und Krummhorn oder Flöte und in Gewändern aus der Spätrenaissance spielten die beiden Künstler mittelalterliche Lieder aus Italien oder Frankreich. Leider mussten sie sowohl mit dem Wind als auch mit der Akustik kämpfen. Vor allem die kurzen Theatersequenzen zwischen den Musikstücken waren oftmals nur bedingt zu hören.

Aktuelle Nachrichten