Däniken
Volkslieder, südamerikanische Klänge und Rock

Abwechslungsreiche Gesangsdarbietungen am Sängertag 2019 in der Erlimatthalle in Däniken.

Urs Amacher
Drucken
Teilen
Die Chorgemeinschaft Däniken-Dulliken unter der Leitung von Roland Basler.

Die Chorgemeinschaft Däniken-Dulliken unter der Leitung von Roland Basler.

«Singen macht froh, und gemeinsam sowieso»: Mit diesem Motto warb Präsident Urs Hagmann in seiner humorvollen Begrüssung für den Chorgesang. Nicht weniger als fünf Formationen waren der Einladung der organisierenden Chorgemeinschaft Däniken-Dulliken gefolgt, sich am Sängertag 2019 in der Erlimatthalle Däniken einem breiten Publikum zu präsentieren. Ruedi Steiner, Ehrenmitglied des Kantonalverbands, führte als Moderator durch den Abend.

Auftritt in neuer Bekleidung

Für die einheimischen Vereine war es dabei eine Premiere. Sie traten zum ersten Mal in ihrer neuen einheitlichen Bekleidung auf, eine altrosa Weste über weissem Hemd, dazu eine Kordelkrawatte, die von einer mit den beiden Gemeindewappen von Däniken und Dulliken geschmückten Brosche zusammengehalten wird.

Die Gastgeber hatten auch die Ehre, den Reigen der Gesangsvorträge zu eröffnen. Die Chorgemeinschaft Däniken-Dulliken hiess das Publikum mit den unter der Leitung von Roland Basler schwungvoll vorgetragenen Werken «Wenn die Sonne erwacht in den Bergen» und «Wir schenken Euch ein Lied» willkommen. Im folgenden Programm banden die Chöre einen bunten Strauss von Liedern. Stilistisch war die Palette breit. Der von André Farner dirigierte Männerchor Liederkranz Erlinsbach besang in einem tänzerischen Trinklied das «Weinparadies», wo Engel den Rebensaft einschenken. Der Männerchor Wangen lud mit dem bekannten Festlied «heut hau’n wir auf die Pauke» von Tony Marshall zum Mitschunkeln ein. Mit dem Männerchor Liederkranz Hägendorf betrat die grösste Formation der Amtei die Bühne. Die dreissig Tenöre und Bässe schlugen den musikalischen Bogen vom alten Volkslied «Muss i den zum Städtele hinaus» bis zum südamerikanischen «Cuando caliente el sol».

Dabei gab Vizedirigent Jürg Bösiger den Ton und Takt vor. Der von Jasmine Asatryan geleitete Männerchor Kappel schliesslich rockte die Halle mit Polo Hofers heimliche Nationalhymne «Alperose» und dem poppigen «Duu da dah». Wie abwechslungsreich Männerchorgesang sein kann zeigte sich auch beim freien Singen im zweien Teil des Abends. Die A-cappella-Chöre hatten ein Studentenlied aus dem 17. Jahrhundert ebenso im Repertoire wie «Frisch uf, diir Jeger!», ein Spottlied des Oberbuchster Komponisten des Rigilieds auf die Jäger, italienische Conzoni oder swingende Gospel-Songs aus den Südstaaten.

Die Grüsse des Sängerverbands Olten-Gösgen überbrachte Amteiverbandspräsident Werner Scheibler. In seiner Ansprache dankte er allen, die sich für das Chorwesen engagierten. Zugleich warf er einen Blick in die Vergangenheit des vor fast 170 Jahren gegründeten Verbands und in die Zukunft. Entscheiden wird sein, weiterhin Sänger für das Liedgut begeistern und entgegen dem Zeitgeist zur Mitgliedschaft in einem Verein bewegen zu können. Zum Schluss vereinigten sich alle Teilnehmer zum Gesamtchor auf der Bühne und machten mit den kraftvoll gesungenen Liedern beste Werbung für den Männerchorgesang.