Niedergösgen

«Vielleicht kommt ja Baschi doch noch vorbei»: Gutes Gefühl auch ohne Feelgood-Festival auf dem Mösli

Sänger Baschi wäre gerne ein viertes Mal am Feelgood-Festival aufgetreten. In ein paar Jahren bekommt er vielleicht die Chance dazu.

Sänger Baschi wäre gerne ein viertes Mal am Feelgood-Festival aufgetreten. In ein paar Jahren bekommt er vielleicht die Chance dazu.

Vor einem Jahr fand die letzte Ausgabe des Feelgood-Festivals statt. Oder etwa doch nicht?

Im diesjährigen Festival-Kalender klafft eine grosse Lücke: Nach zehn Jahren Feelgood-Festival bleibt es auf dem Mösli in Niedergösgen still. Der Platz, wo sich sonst Musiker wie Stiller Has und Pegasus in die Herzen des Publikums spielten, ist leer. So mancher Besucher hat vielleicht noch die Schlussakkorde von «Scharlachrot» von Patent Ochsner in den Ohren – dem letzten Stück, das auf der Feelgood-Bühne gespielt wurde – und hofft dabei auf eine Neuauflage.

Und die Organisatoren? Vermissen sie ihr Festival nicht? «Sicher», sagt OK-Präsident Andreas Widmer. «Am meisten fehlt mir die Arbeit mit dem Team und all den Helfern. Zusammen hatten wir immer eine gute Zeit.» Andererseits geniesst er es, keine Verantwortung zu tragen. So bleibt endlich mal Zeit, um den 1. August zu feiern. Von den Konzerten habe er schliesslich ohnehin nie viel mitbekommen. Zu beschäftigt war er durch den ganzen Festivalbetrieb. Auch einige Kollegen aus dem Komitee konnten diesen Sommer erstmals wieder in die Ferien verreisen, was in den vergangenen Jahren eher schwierig war.

Der Zusammenhalt unter den Organisatoren ist nach wie vor gross. «Wir werden dieses Jahr einfach zusammen eine Wurst bräteln auf dem Mösli», verrät Widmer und fügt hinzu: «Wer weiss, vielleicht kommt ja Baschi noch vorbei.» Der Baselbieter stand schon drei Mal auf der Feelgood-Bühne und wollte auch in diesem Jahr unbedingt wieder kommen – Festival hin oder her.

Immer mehr Auflagen

Eine elfte Feelgood-Ausgabe schliesst Andreas Widmer nicht aus. «Aber die nächsten drei bis vier Jahre eher nicht.» Danach werde man weitersehen. Viele OK-Mitglieder sind beruflich selbstständig oder haben mittlerweile Familie. Es fehlt die Zeit, um nebenher ein Festival auf die Beine zu stellen. Hinzu kommt, dass die Vorschriften für Veranstalter von Festivals in den vergangenen Jahren strenger geworden sind.

«Die Behörden legen einem immer mehr Steine in den Weg», findet Widmer. Im Klartext heisst das für die Organisatoren mehr Aufwand, auch finanziell. Und darum sollte es beim Feelgood-Festival nie gehen: «Wenn wir so etwas machen, dann aus Freude. Es ist kein Geschäft für uns», stellt Widmer klar.

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