Die Gemeindeversammlung von Dulliken hatte als einziges Geschäft die Rechnung des vergangenen Jahres zu behandeln. Die laufende Rechnung 2015 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,158 Mio. Franken). Gerechnet hatte man beim Aufstellen des Budgets noch mit einem Plus von lediglich 18 000 Franken oder anders gesagt, mit einer schwarzen Null, wie es der Leiter des Finanzressorts im Dulliker Gemeinderat, Martin Henzmann, formulierte.

Mehrere Faktoren trugen zum guten Resultat bei. So entwickelte sich etwa das wirtschaftliche Umfeld besser als erwartet. Deshalb flossen 514 000 Franken mehr Steuern als vorausberechnet in die Gemeindekasse. Gleichzeitig war man bemüht, die Kostenentwicklung im Griff zu behalten, wodurch es gelang, die Ausgaben stabil und zum Teil sogar tiefer zu halten. Dank der Budgetdisziplin der Kommissionen und Verwaltungsabteilungen wurde beim Sachaufwand das Budget um 392 000 Franken unterschritten.

Zum erfreulichen Ergebnis trug zudem die gemeindeeigene Stromversorgung Elektra mit mehr als 300 000 Franken ebenso bei wie die aktivere Bewirtschaftung von alten Forderungen: Statt der budgetierten 20 000 konnten fast 110 000 Franken bereits abgeschriebene Steuern auf der Ertragsseite verbucht werden. Die Steuereinnahmen belaufen sich auf über 11 Mio. Franken. Dazu erhält die Niederämter Gemeinde 1,965 Mio. Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich.

Die Rechnung 2015 basiert noch auf den alten Gemeindesteuerfüssen von 123 Prozent für natürliche und 93 Prozent für juristische Personen. Der positive Rechnungsabschluss zeige, dass die für das Jahr 2016 beschlossene Senkung um 4 Prozentpunkte gerechtfertigt war, fasste Gemeinderat Henzmann seine Ausführungen zusammen.

Steuerertrag pro Kopf gesunken

Gemeindeschreiber Andreas Gervasoni stellte die Rechnung eingehend vor, machte ergänzende Angaben und erläuterte wichtige Details genauer. Unter anderem konnte er festhalten, dass der Steuerertrag pro Kopf von 2408 Franken im Jahre 2014 auf 2353 Franken im Jahre 2015 zwar gesunken ist, aber durch den Finanzausgleich geglättet wird. Gleichzeitig wuchs das Nettovermögen pro Kopf von 831 Franken im 2014 auf 1241 Franken im vergangenen Jahr, obwohl auch die Bevölkerungszahl von 4901 auf 4927 angestiegen ist.

Eine paradoxe Situation entstand bei der Investitionsrechnung. Zwar tätigte die Gemeinde Investitionen im Gesamtbetrag von 305 000 Franken. Im selben Jahr zahlte aber die Elektra Dulliken AG der Einwohnergemeinde ein Darlehen von 4,95 Mio. Franken retour. Da solche Rückzahlungen buchhalterisch als De-Investition behandelt werden, wie etwa der Verkauf eines Werkgebäudes, musste dieser Betrag als Einnahme verbucht werden. Somit resultierte in der Investitionsrechnung ein Einnahmenplus von 4,46 Mio. Franken. Innerhalb der Vermögensrechnung gibt es nur eine Verschiebung vom Verwaltungsvermögen zum Finanzvermögen.

Christoph Hagmann beantragte im Namen der Rechnungsprüfungskommission, die Rechnung 2015 zu genehmigen. Nachdem die Diskussion nicht genutzt wurde, unterbreitete Gemeindepräsident Walter Rhiner die Vorlage zur Abstimmung. Die von 34 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung hiess die Rechnung mit nur einer Gegenstimme und ohne Enthaltungen grossmehrheitlich gut.