Nach der Trinkwasserverschmutzung in den drei Gemeinden Obergösgen, Dulliken und Lostorf von Anfang Juli wegen eines Stromausfalls bei der Kläranlage Winznau will der zuständige Zweckverband Abwasserregion Olten Massnahmen ergreifen, wie es in einer Mitteilung heisst. Nach dem Stromausfall in der Kläranlage ist der Pikettdienst nicht alarmiert worden, worauf ungeklärtes Abwasser in die Aare floss und so das Grundwasser verschmutzte.

Der Alarm funktionierte nicht, weil der Alarmserver nicht an die Notstromversorgung angeschlossen war. Der Alarm wurde daher nicht an den Pikettdienst weitergeleitet. Zudem schalteten drei Leistungsschalter aus, weil die Spannung länger als 500 Millisekunden fehlte. Diese müssten nachher wieder manuell eingeschaltet werden. Noch im November soll nun dieser Mangel behoben werden.

Zudem ergreift der Zweckverband weitere Massnahmen: Der Alarmserver wurde sofort an eine Steckdose mit Notstromversorgung angeschlossen. Weil aber die bisherige Notstromversorgung laut der Mitteilung bereits nach acht Minuten Stromunterbruch leer war, will die Kläranlage Winznau auch ein neues Notstromkonzept installieren. Eine Offerte mit der Machbarkeit von vier verschiedenen Varianten liegt bereits vor.

Diese soll an der nächsten Vorstandssitzung vom 10. Dezember diskutiert werden. Nicht zuletzt lässt der Zweckverband die Trinkwasserverunreinigung untersuchen, weil angezweifelt wird, ob tatsächlich die Kläranlage in Winznau alleine für die Verschmutzung in den drei Niederämter Gemeinden schuld ist. Ein hydrogeologisches Gutachten soll daher Klarheit schaffen. (fmu)

Niederamt: Fäkalbakterien im Trinkwasser

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In Dulliken, Lostorf und Obergösgen ist das Trinkwasser verschmutzt. Das Wasser muss abgekocht werden.