Kienberg/Oberhof

Verein ist bereit, Sand ins Windgetriebe zu streuen

Drohnenflug über den geplanten Standort der Windparkanlage Burg

Drohnenflug über den geplanten Standort der Windparkanlage Burg

Der Verein Pro Burg will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um das Projekt einer Windernergieanlage zwischen Kienberg und Oberhof AG zu verhindern.

Bis allenfalls einmal die Rotorenblätter im Wind über der Burgfluh zwischen Kienberg und Oberhof AG drehen, wird noch einige Zeit vergehen: «Mit dem Baubeginn ist bestenfalls 2018 zu rechnen – sofern es wenige Einsprachen gibt», sagt Louis Lutz, Leiter erneuerbare Energie der AEW Energie AG (Aarau) und Verwaltungsrat der Windpark Burg AG.

Das Projektgebiet für den Windpark liegt nördlich der Saalhöhe, an der Grenze zwischen den Kantonen Solothurn und Aargau. Eine Windenergieanlage ist auf Oberhofer Boden geplant, vier Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Kienberg.

«Nach der Rückmeldung der Kantone in Form des vorläufigen Beurteilungsberichts haben wir die Gesuchs- und Planungsunterlagen überarbeitet und vor kurzem zur zweiten Vorprüfung an die Kantone eingereicht», sagt Lutz. Die Überarbeitung habe lediglich kleinere Anpassungen und Präzisierungen beinhaltet.

Vorwurf der Intransparenz

«Parallel zur zweiten Vorprüfung findet das Mitwirkungsverfahren Ende November statt», sagt Roger Fricker, Gemeindeammann von Oberhof. An einer öffentlichen Veranstaltung kann dann Einsicht in den rund 1500 Seiten dicken Umweltverträglichkeitsbericht genommen werden.

Einsicht in diesen will Werner Habermacher, Präsident vom Verein Pro Burg, der den Bau des Windparks verhindern möchte, schon länger. «Wir werden anwesend sein und wenn nötig den kompletten Bericht abfotografieren und von vorne bis hinten durchkauen», sagt Habermacher, welcher der Windpark Burg AG eine intransparente Informationspolitik vorwirft: «Informationen, die für das Projekt unvorteilhaft sind, werden der Öffentlichkeit verschwiegen.»

Oberhofs Gemeindeammann Fricker hält dagegen: «Eine Projektgruppe mit verschiedenen Vertretern steht im regelmässigen Austausch. Dazu gehören die Windpark Burg AG, der Forst, die Jagd, lokale Umweltverbände und auch die Gegnerschaft von Pro Burg .»

Habermacher bezeichnet das Projekt unter anderem als rücksichtslos gegenüber der Natur und als Wohn- und Lebensqualität mindernd. Zudem sei die Windkraft nicht steuerbar und habe eine fragliche Wirtschaftlichkeit. «Pro Burg wird seine rechtlichen Mittel voll ausschöpfen, um den Bau der Windenergieanlagen zu verhindern», kündigt Habermacher an. Dies befürchtet auch Fricker.

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