Niedergösgen

Vandalen veranlassen Gemeinde zu Videoüberwachung

Das Schulhaus in Niedergösgen ist schon länger videoüberwacht, neu kommt auch die Mehrzweckhalle dazu.

Das Schulhaus in Niedergösgen ist schon länger videoüberwacht, neu kommt auch die Mehrzweckhalle dazu.

Die Gemeinde handelt: Nach wiederholten Vandalenakten wird die Umgebung der Mehrzweckhalle in Niedergösgen mit Kameras ausgestattet.

Seit ungefähr zehn Jahren hat die Gemeinde Niedergösgen rund um die Mehrzweckhalle und den Spielplatz mit Vandalenakten zu kämpfen. Wie Gemeindepräsident Kurt Henzmann erklärt, haben die Fälle besonders während der letzten Jahre stark zugenommen. Nun hat der Gemeinderat entschieden: Das betroffene Areal wird videoüberwacht.

Dass Massnahmen notwendig sind, wurde im April des letzten Jahres klar. In der Nacht vom 12. auf den 13. April 2017 schlugen Vandalen zum wiederholten Mal zu. «Sechs Lampen und ein Baum wurden Opfer von sinnloser Zerstörungswut», erklärte Matthias Moser, Präsident der Mehrzweckhallen- und Sportkommission, damals. «Leider gibt es immer wieder solche Vorkommnisse», sagte er.

Die Mehrzweckhalle Niedergösgen wird neu - wie bereits die Schulanlagen - videoüberwacht.

Die Mehrzweckhalle Niedergösgen wird neu - wie bereits die Schulanlagen - videoüberwacht.

Hohe Kosten für Gemeinde

Die Liste der Vandalenakte im Niedergösger Mehrzweckhallengebiet ist lang: 2014 beispielsweise wurden auf dem Spielplatz Spielgeräte und Mülltonnen demoliert. Der Sachschaden habe damals mehrere Tausend Franken betragen.

2016 wurde ein Kletterturm auf dem Spielplatz aus der Halterung gerissen. Die Reparatur kostete rund 5000 Franken. Gleichzeitig haben Vandalen beim Schachenbad, das sich in der Nähe der Mehrzweckhalle befindet, Altpapierbündel in Brand gesetzt und auf dem Boden verteilt. Zu einem grossen Teil waren es Anwohner, die das Chaos aufräumten.
Kameras sind bereit

Nach dem Hilferuf der Mehrzweckhallen- und Sportkommission hat der Gemeinderat daher im April beschlossen, mit einem Massnahmenpaket gegen die Vandalen vorzugehen. Zumindest eine dieser Massnahmen ist nun klar. Der Rat habe sich gezwungen gefühlt, das Areal durch Videokameras zu überwachen und sei sich sicher, dass dies die richtige Entscheidung ist, wie Henzmann betont. Die Kameras sind bereits installiert und für ihren Einsatz bereit.

Insgesamt kostet die Anlage rund 17'000 Franken – verglichen mit den Kosten, welche die Gemeinde während der letzten Jahre wegen Vandalen zu tragen hatte, ein kleiner Preis. Denn, wie Henzmann weiss: «Die gesamte Schadenssumme wird auf mehrere zehntausend Franken geschätzt.» Dass die Kameras die Täter künftig von ihrem destruktiven Verhalten abhalten, wäre für den Gemeindepräsidenten der Idealfall.

Der Gemeinderat hat die Personen bestimmt, die in einem Schadenfall berechtigt sind, die Videoaufnahmen einzusehen, und das vorgeschlagene Reglement der kantonalen Datenschützerin zur Überprüfung gesendet. Ob die einsichtsberechtigten Personen zum Einsatz kommen oder ob die Kameras allfällige Vandalen genügend abschrecken und die Gemeinde künftig von Zerstörungswut verschont bleibt, bleibt offen.

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