Die Trinkwasserverschmutzung in Dulliken, Lostorf und Obergösgen vom vergangenen Juli (siehe Kontext unten) hat Folgen. Die drei Gemeinden beabsichtigen, ihre Trinkwasseraufbereitung aufzurüsten. Neu soll das Rohwasser mittels Ultraviolettstrahlung desinfiziert werden. Die hierfür benötigten UV-Anlagen werden in den jeweiligen Grundwasserpumpwerken installiert: eine im Dulliker Pumpwerk Ey, zwei weitere im Pumpwerk Obergösgen-Lostorf.

Der Gemeinderat Lostorf hat für die Anschaffung der UV-Anlage bereits einen Nachtragskredit in der Höhe von 99'980 Franken genehmigt. Auch der Dulliker Gemeinderat hat einen Kredit über 110'000 Franken gesprochen. Die Bürgergemeinde Obergösgen, die für die Wasserversorgung im Dorf zuständig ist, wird den Entscheid über das Kreditbegehren von 100'000 Franken an der ausserordentlichen Bürgergemeindeversammlung von morgen Mittwoch, 5. September, fällen.

Verunreinigungen vorbeugen

Der Vorfall vom vergangenen Juli habe gezeigt, wie empfindlich das System sei, erklärt Heinz Marti, Bauverwalter von Lostorf. Bereits eine geringfügige Verunreinigung könne grosse Auswirkungen haben. Da auch in Zukunft mit ähnlichen Szenarien gerechnet werden müsse, wollen die Gemeinden nun aufrüsten. Die gemeinsame Anschaffung der Anlagen soll die Kosten verringern.

Lostorf und Obergösgen beziehen ihr Grundwasser aus derselben Fassung und demselben Brunnen. Sie verfügen aber jeweils über zwei separate Pumpen und über ein eigenes Leitungsnetz. Deshalb müssen zwei UV-Anlagen angeschafft werden. Bislang wurde das im Pumpwerk Obergösgen-Lostorf geförderte Grundwasser ohne Aufbereitung direkt ins Netz gespeist, erklärt Markus Pfister, Präsident der Wasserkommission der Bürgergemeinde Obergösgen.

Im Dulliker Pumpwerk Ey dagegen ist seit 1983 eine Ozonungsanlage im Einsatz. Sie wird künftig zwar ausser Betrieb genommen, aber nicht abgebaut. Sollte also die neue UV-Anlage ausfallen oder zur Wartung ausgeschaltet werden, kann das Wasser notfalls mithilfe der alten Ozonungsanlage desinfiziert werden, wie die Gemeinde Dulliken auf Anfrage ausführt.

Niederamt: Fäkalbakterien im Trinkwasser

Niederamt: Fäkalbakterien im Trinkwasser

In Dulliken, Lostorf und Obergösgen ist das Trinkwasser verschmutzt. Das Wasser muss abgekocht werden. (Ein Beitrag von TeleM1 vom 10. Juli 2018)