Nach wie vor erschweren viele unbekannte Variablen die Erstellung des Investitions- und Finanzplans 2019–2023. Martin Suter, Leiter Finanzen der Gemeinde Däniken, weist auf drei wichtige Faktoren hin, die die finanzielle Planung beeinflussen: erstens der Ausgang der Beschwerde gegen den neuen Finanzausgleich, zweitens die provisorische Halbierung der Steuern von Alpiq für das Kernkraftwerk Gösgen-Däniken sowie drittens die Folgen der Steuerreform 17. Wie der Gemeinderat verlauten lässt, steht Däniken aber auf einem guten finanziellen Fundament, was Zeit verschaffe, die weitere Entwicklung wachsam zu verfolgen und abzuwarten.

Umfangreiche Investitionen

Im vorliegenden Finanz- und Investitionsplan werden die Zahlen bis ins Jahr 2023 offengelegt. In der Planung wurden sämtliche Investitionsvorhaben berücksichtigt, die dem Gemeinderat aktuell bekannt sind. Die Planung ist rollend – sie wird also jährlich den neuen Gegebenheiten angepasst.

Für die Jahre 2019–2023 plant die Gemeinde Däniken ein Investitionsvolumen von rund 9,5 Millionen Franken. Besonders ins Gewicht fallen mit zirka 3,7 Millionen Franken im Jahr 2019 die Kosten für die Sanierung des Gemeindehauses und die geplante Umsetzung der Wärmeverbund-Strategie. In den Folgejahren ab 2020 sind diverse Strassen- und Leitungsbauprojekte vorgesehen. Die Investitionen seien zwar sehr hoch, aber notwendig, wie der Gemeinderat mitteilt. Man sei sich einig, dass diese Investitionen trotz finanzpolitisch eher düsterer Aussichten nicht aufgeschoben werden dürften.

Steuererhöhung notwendig

Bereits bei der Steuererhöhung im Jahr 2017 wurde prognostiziert, dass zusätzliche Erhöhungen zu einem späteren Zeitpunkt folgen würden. Trotz den vielen Unklarheiten zeichnet sich ab, dass sich die finanziellen Verschlechterungen ohne eine weitere Steuererhöhung nicht korrigieren lassen.

Das solide finanzielle Fundament würde dem Gemeinderat aber die Möglichkeit geben, mit der Anpassung der Steuerfüsse so lange zuzuwarten, bis sich ein Teil der momentan noch unbekannten Einflussfaktoren geklärt habe. Diese Strategie werde zu merklichen Aufwandüberschüssen führen. Die Gemeinde könne sich diese aber dank dem Eigenkapital von 8,7 Millionen Franken leisten.

Der Gemeinderat will nach eigenen Angaben erst nach Vorliegen erster konkreter Zahlen über die effektive Höhe und Verteilung der neuen Steuerfüsse bei den natürlichen und juristischen Personen entscheiden.

Sanierung des Gemeindehauses

Seit gut einem Monat sind die Sanierungsarbeiten am Däniker Gemeindehaus in Gang. Aktuell werden Massnahmen zur Erdbebenertüchtigung umgesetzt. Hierfür werden im Gebäudeinneren durchgehende Betonwände eingezogen, die vom Keller bis ins zweite Obergeschoss reichen. Sie sollen die Statik des Gebäudes verbessern. Ausserdem wurde die alte Fassade entfernt. Sie soll in den kommenden Wochen ersetzt werden. (MGT/OTR)