Zuhanden der Budgetgemeindeversammlung vom Donnerstag, 24. November, hat der Walterswiler Gemeinderat das Budget 2017 verabschiedet.

Die laufende Rechnung weist einen Aufwandüberschuss von 369 960 Franken und die Investitionsrechnung eine Nettoinvestition von 120 200 Franken aus.

Der hohe Aufwandüberschuss lässt sich wie ein unerfreuliches Puzzle aus folgenden Teilen zusammensetzen. Das grösste Puzzleteil resultiert aus den massiv gesunkenen Steuereinnahmen bei juristischen Personen – dies macht allein rund 250 000 Franken aus.

Dazu kommt, dass die Gemeinde aus dem Finanzausgleich rund 97 500 Franken weniger bekommt als im Vorjahr.

Drei weitere Budgetpostenpuzzleteile wie Löhne Kreisschule, Ergänzungsleistungen und Kantonsbeitrag Schülerpauschale tragen zu diesem Ergebnis bei.

Für das kommende Jahr werden die Investitionen bewusst tief gehalten – diese Haltung des Gemeinderates wird auch von den Kommissionen mitgetragen.

Zudem wird der Gemeinderat der Budgetgemeindeversammlung den Antrag, auf Verzicht der Anschaffung der SBB-Gemeindetageskarten, stellen.

Dieser Entscheid ist dem Rat nicht leicht gefallen, leider werden die Tageskarten mehrheitlich von auswärtigen Personen genutzt. Nur rund 10 Prozent der Tageskarten gehen mit Einwohnerinnen oder Einwohnern von Walterswil auf Reisen.

Ein ungutes Gefühl hinterlässt auch die sehr harzige Preiskommunikation der SBB gegenüber der Gemeinde. Bis zum 17. Oktober 2016 konnte bei den SBB keine konkrete Auskunft über die angekündigte Preiserhöhung eingeholt werden.

Eines bleibt gleich: Nach der Budgetgemeindeversammlung offeriert die Einwohnergemeinde einen Apéro. Der Gemeinderat freut sich auf einen angeregten Gesprächsabend. (mlw)