Schönenwerd
Umsetzung des nächsten Motto für Dorfkalender wird knifflig

Der Dorfkalender 2016 wurde an einer Vernissage feierlich präsentiert. Er kann bis Ende Monat angeschaut und in verschiedenen Geschäften im Dorf gekauft werden.

Verena Fallegger
Drucken
Teilen
Bei den beiden Youngsters Lenny und Rouven Poffa kann man sagen: «Der Apfel fällt nicht weit von Stamm.»

Bei den beiden Youngsters Lenny und Rouven Poffa kann man sagen: «Der Apfel fällt nicht weit von Stamm.»

Verena Fallegger

21 «Linsengucker» haben sich dieses Jahr mit der Kamera auf die Pirsch gemacht. Das Motto: «Schönenwerd in Form» war nicht einfach umzusetzen. Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum der Ansichten jedes einzelnen Teilnehmers. Und das ist gut so.

Nach den traditionellen Klängen, der im Entree stehenden Orgel eröffnete Daniel Poffa, Präsident der Kulturkommission, die Vernissage in der Cafeteria des Altersheims Haus im Park. Der Vorsitzende freute sich, altbekannte sowie neue Gesichter begrüssen zu dürfen.

83 Einsendungen

Ab sofort im Verkauf

Die Verkaufsstellen, an denen der Schönenwerder Kalender 2016 ab sofort erhältlich ist, sind: Gemeindeverwaltung Schönenwerd, Drogerie Krähenbühl, Altersheim Haus im Park und Bildhaueratelier Daniel Poffa. Der Kalender ist zum Selbstkostenpreis von 25 Franken zu erwerben. Die Ausstellung dauert noch bis zum 30. November.

Die Teilnehmenden hätten mit ihren Einsendungen von 83 Bildern das Gremium vor eine breite Auswahl gestellt.

Es mussten 13 Fotos für die einzelnen Monate plus Deckblatt gefunden werden, und eines wurde für das Plakat auserkoren. Für den Kalender sei es wichtig, dass die vier Jahreszeiten berücksichtigt werden könnten. Von den ausgesuchten Teilnehmern werde nur ein Bild gedruckt, geht der Präsident weiter auf das Auswahlverfahren ein.

Was ist «Schönenwerd in Form»? Sind es die Sportler auf dem Sportplatz oder die Schlauchbootfahrer auf der Aare? Die junge Frau in den Kletterwänden der Felsenzinnen? Die Pfahlbauten aus verschiedenen Blickwinkeln oder die drei Tannen beim Waldhaus, welche die grosse Schneelast mit Bravour tragen?

Schaut man sich die Fotos an, ergibt im Prinzip jede Aufnahme einen Sinn. Den unterschiedlichen Sichtweisen der Bilder sind keine Grenzen gesetzt.

Sehenswerte Ausstellung

Daniel Poffa lud ein, die Ausstellung zu besuchen: «Es lohnt sich, einen Boxenstopp in der Cafeteria im Altersheim Haus im Park zu machen und die Werke anzuschauen. Bunt, neblig, fröhlich oder eigensinnig kann man sie nennen. Mehr dazu wird nicht verraten.»

Ein grosses Dankeschön für die Gastfreundschaft sprach er der Heimleitung mit Markus Hunn und seinen Mitarbeitern aus. Denn die Küche des Altersheims hatte mittlerweile ein Buffet für den Apéro aufgestellt.

Poffa bedauerte, dass sich zehn Personen wegen anderweitiger Verpflichtungen abgemeldet hatten. Er schloss diese in seinem Schlusssatz ebenfalls ein: «Herzlichen Dank an euch alle, für eure Mitarbeit und euer Interesse, das Dorf aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu zeigen. Ohne euch kommt dieser Kalender nicht zustande».

Alle Teilnehmenden erhielten als Merci traditionsgemäss den Kalender 2016.

Anschliessend wurde während des Apéros gefachsimpelt, die Fotos wurden «unter die Lupe» genommen und es wurde über sie diskutiert.

Für 2017: «Schönenwer(d)t»

Ganz knifflig zeigt sich das Thema für die sechste Auflage des Dorfkalenders im Jahre 2017: «Schönenwer(d)t». Wie gross der Spagat bei der Umsetzung des Mottos 2017 sein wird, darauf ist die Kulturkommission gespannt.

Was ist wertvoll? Wie zeigt sich das Dorf von der wertvollen Seite? Was kann es sonst noch sein?

Für diese Aufgabe haben die Fotografinnen und Fotografen nun bis im September 2016 Zeit, die eigenen Sujets zu finden und abzulichten. Daniel Poffa schloss mit den Worten: «Wir wünschen allen ein gutes Auge und viel Spass bei der Suche nach Wertvollem, was dies auch sein mag. Wir freuen uns darauf».

Aktuelle Nachrichten