Niederamt

Trotz Traumwetter am Wochenende: Corona-Regeln wurden grösstenteils eingehalten

Viele Leute geniessen das warme Frühlingswetter am Wochenende im Niederamt – Polizei zieht trotz einzelnen Bussen positives Fazit.

Das Thermometer schnellte gestern Sonntag bis auf 19 Grad hoch. Trotzdem blieben viele zu Hause oder begnügten sich mit einem Spaziergang oder einem Veloausflug. Im Niederamt sah es im Ballypark am Vormittag sehr beschaulich aus. Viele Parkbänke waren leer, nur vereinzelt erblickte man Spaziergänger und Radfahrer. Beim Pavillon erklang Musik aus den 1970er-Jahren. «Jeden Sonntagvormittag sitze ich hier, spiele auf der Gitarre und singe dazu, sagt Ueli aus Gretzenbach. Derweil zieht es Familien zu den Pfahlbauerhütten oder zum Nest der brütenden Schwäne. Viele Paare und zahlreiche Hundehalter sind unterwegs. Besonders die Hunde dürften sich über den verordneten Notstand freuen.

Auch der Aare entlang bei Niedergösgen das gleiche Bild: Keine grossen Menschenansammlungen sind zu sehen. Es scheint, dass sich die Bevölkerung an die vom Bund verordneten Regeln hält. Auf einem Spielplatz ist ein Vater mit seinen beiden Kleinkindern unterwegs. Die Vorsichtsmassnahmen schienen ihm schon etwas übertrieben, sagt der Familienvater aus dem aargauischen Muhen. Die Coronakrise kümmert Sohn und Tochter, solange der Vater den Reifen in Bewegung hält, nicht im Geringsten. Sie geniessen das unbeschwerte Spielen.

Auch auf und unterhalb der Frohburg haben Sonntagsausflügler alle Parkplätze in Beschlag genommen. Von hier aus lässt sich vortrefflich wandern und biken. Das Restaurant ist geschlossen, der Spielplatz unbenutzt. Vor dem Restaurant hat es einen Stand mit diversen Ostersachen, die man gratis mitnehmen darf. Heute beginnen die Frühlingsferien. Werden dann die Spielplätze immer noch so verlassen aussehen?

Bei der Kantonspolizei Solothurn heisst es auf Anfrage, dass am vergangenen Wochenende viele Leute unterwegs waren und sich in den Naherholungsgebieten aufhielten. Die Patrouillen kontrollierten gezielt beliebte Ausflugsziele und gingen Hinweisen wegen Verstössen der Bundesregeln nach. Zwar seien viele Leute unterwegs gewesen, die sich aber grösstenteils an die Regeln von Bund und Kanton hielten, schreibt Mediensprecherin Thalia Mosimann auf Anfrage. Stellte die Polizei Gruppen mit über fünf Personen fest oder solche, die sich nicht an den Mindestabstand hielten, sei das Gespräch gesucht und auf die Massnahmen und deren Wichtigkeit hingewiesen worden. «Vereinzelt mussten Bussen verteilt werden.» Auch in der neuen Woche geht es mit Frühlingswetter weiter. Die Polizei bittet die Bevölkerung trotz sonnigem Wetter zu Hause zu bleiben, auf Ausflüge zu verzichten und sich an die verordneten Massnahmen zu halten. (Mitarbeit: fmu)

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