Dulliken
Trotz Preiserhöhung der SBB: Tageskartenpreis bleibt bei 40 Franken

Trotz Preiserhöhung der SBB verkauft die Gemeinde ihre GA-Tageskarten auch nächstes Jahr für 40 Franken. Neu gibt es sogar sechs statt vier Karten.

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Bekanntlich haben die SBB den Preis für einen Satz Tageskarten erneut erhöht, diesmal von 13 300 um 700 auf 14 000 Franken. (Symbolbild)

Bekanntlich haben die SBB den Preis für einen Satz Tageskarten erneut erhöht, diesmal von 13 300 um 700 auf 14 000 Franken. (Symbolbild)

Der Dulliker Gemeinderat befasste sich mit der Frage, wie nach der Preiserhöhung der SBB für die Gemeinde-Tageskarten zu verfahren sei. Bekanntlich haben die SBB den Preis für einen Satz Tageskarten erneut erhöht, diesmal von 13 300 um 700 auf 14 000 Franken. In der Folge beträgt der Einstandspreis einer einzelnen Karte für die Gemeinde Fr. 38.35.

Obwohl die Gemeinde damit den Verkauf kaum ganz kostendeckend abwickeln kann, beschloss der Gemeinderat, am heutigen sehr günstigen Preis von 40 Franken pro Tages-GA festzuhalten. Und darüber hinaus will der Gemeinderat angesichts der sehr guten Resonanz in der Bevölkerung dieses Angebot sogar noch ausbauen und statt wie bisher vier ab Januar 2017 sechs Tageskarten anbieten.

Weil Starrkirch-Wil keine Tageskarten mehr anbietet und weil Dulliken einen Kartensatz aus dem Kontingent von Starrkirch-Wil in den Verkauf nehmen kann, hat der Rat beschlossen, dass die Einwohner von Starrkirch-Wil ab Januar 2017 die Tages-GA zu den gleichen Bedingungen im Gemeindehaus von Dulliken beziehen können wie Dulliker. Der Rat will nach einer Anlaufphase von gut einem Jahr einen Kassensturz machen und überprüfen, ob sich der Preis noch rechtfertigen lässt, oder ob eine zu grosse Unterdeckung vorliegt.

Steuerreform macht Sorgen

Der Gemeinderat nahm vom Finanzplan 2017–2021 Kenntnis. Martin Henzmann, Ressortleiter Finanzen, zeigte dem Rat auf, dass trotz reger Investitionstätigkeit die Schulden nicht zunehmen sollten und die Gemeinde weiterhin auf ein solides Nettovermögen zählen kann. Zu Sorge Anlass gibt allerdings die Unternehmenssteuerreform 3, welche ab 2020 spürbare Ausfälle verursachen kann. Hier wird der Kanton gefordert sein, welcher nach Ansicht der Gemeinde für eine Abfederung der zu erwartenden massiven Auswirkungen der USR 3 auf Gemeindeebene besorgt sein muss.

In Kürze

«Frühe Förderung»: Der Gemeinderat sagt grundsätzlich Ja zur Förderung von Kindern im Vorschulalter. Er stimmte einem Antrag der Projektgruppe zu und sprach einen Kredit von jährlich 27 500 Franken für die Konkretisierung von Massnahmen, dies befristet auf drei Jahre. In dieser Zeit sollen Angebote entwickelt und aufeinander abgestimmt werden, um fremdsprachige Kinder im Vorschulalter in der deutschen Sprache zu fördern oder, um spezifische individuelle Bedürfnisse zu erkennen und so frühzeitig darauf reagieren zu können.

Darlehensvertrag mit BIA: Der Gemeinderat stimmte dem Darlehensvertrag mit der Genossenschaft «Betreutes Wohnen im Alter BIA» zu. Somit wird die Gemeinde der Genossenschaft ein in jährlichen Raten bis 2036 zu amortisierendes Hypothekardarlehen in Höhe von 3 Mio. Franken gewähren. Im Gegenzug werden Dulliker Mietinteressenten bei der Vergabe der neuen Wohnungen bevorzugt und davon befreit, hohe Kapitaleinlagen leisten zu müssen. Sobald die Genossenschaft die Finanzierung des Neubaus hinter dem Altersheim Brüggli als Ganzes nachweisen kann, erfolgt die Darlehensauszahlung, voraussichtlich noch dieses Jahr.

Betriebskommission: Der Rat wählte Rahel Weidmann-Studer als neues Mitglied der Betriebskommission, als Vertreterin der FDP. Sie tritt die Nachfolge des unlängst verstorbenen Bernhard Christen an, welcher sich sehr grosse Verdienste um die Belange der Betriebskommission erworben hat. (ag)