Dulliken
Trotz allem reichts für ein Plus

Für 2017 rechnet die Gemeinde Dulliken mit einem massiv tieferen Beitrag aus dem Finanzausgleich. Trotzdem reicht es im Budget für einen Gewinn von 120'000 Franken.

Andreas Gervasoni
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Heute steht Dulliken mit einem beachtlichen Netto-Vermögen da.

Heute steht Dulliken mit einem beachtlichen Netto-Vermögen da.

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In seinem Eintretensvotum zur Budgetberatung des Gemeinderats warf Martin Henzmann, Ressortleiter Finanzen, seinen Blick auf die letzten Jahre zurück, in denen es dem Gemeinderat dank seiner gradlinigen Finanzpolitik gelungen war, die beeinflussbaren Kosten konstant tief zu halten.

In der Folge konnte der Steuerfuss im Jahr 2011 um 5 auf 123 Punkte und letztes Jahr um weitere 4 auf 119 Punkte gesenkt werden. Die Gemeindefinanzen konnten konsolidiert werden und heute steht Dulliken mit einem beachtlichen Netto-Vermögen da.

Steueraufkommen ist gestiegen

Im Zuge der Budgetierung pro 2017 zeigte sich aber auch eine Schattenseite der Dulliker Erfolgsgeschichte. Wegen des stark gestiegenen Steueraufkommens fährt Dulliken nächstes Jahr im Finanzausgleich deutlich, um 670'000 Franken, schlechter. Dass die Finanzkommission dem Rat dennoch einen Voranschlag mit einem Gewinn von 120'000 präsentieren kann, führte Henzmann unter anderem darauf zurück, dass sich die Kommissionen und Verwaltungsabteilungen bei ihren Budgeteingaben zurückhielten.

Weiter auch darauf, dass eine spürbare Zunahme der Vermögenserträge erwartet wird, dies dank den Erträgen aus der Elektra Dulliken AG sowie aus dem Darlehen an die Genossenschaft Betreutes Wohnen im Alter BIA. Zudem wurde dank der vollständigen Abschreibung des Verwaltungsvermögens der Abschreibungsbedarf massiv reduziert.

Steuerbezug bleibt gleich

Das Budget 2017 rechnet bei unverändertem Steuerbezug in der Allgemeinen Rechnung mit einem Ertragsüberschuss in Höhe von rund 120 000 Franken. Bei den natürlichen Personen liegt Dulliken mit 119 Punkten im kantonalen Mittelfeld und bei den juristischen Personen mit 89 Punkten gar unter den zehn steuergünstigsten Solothurner Gemeinden.

Die Wasserrechnung sieht einem Cashflow von 100'000 Franken entgegen. Die Abwasserrechnung erwartet einen Einnahmenüberschuss von 160'000 Franken und die Feuerwehrrechnung einen Cashflow von 9'500 Franken. Die Abfallrechnung ist hingegen wegen der 20-prozentigen Gebührensenkung voraussichtlich mit rund 50'000 Franken im Minus.

Dulliken wird nächstes Jahr einen Gesamt-Cashflow von rund 450'000 Franken erwirtschaften, sodass 60 Prozent der geplanten Nettoinvestitionen von rund 750'000 Franken aus den erwirtschafteten Mitteln finanziert werden können.

Gemeindepräsident Walter Rhiner zeigte sich sehr erfreut darüber, dass Dulliken trotz der Veränderungen im Finanzausgleich den tieferen Steuerbezug halten kann. Oppositionslos genehmigte der Gemeinderat alsdann in der Schlussabstimmung das Budget 2017, welches der Gemeindeversammlung vom Montag, 12. Dezember, 20 Uhr, in der Aula «Kleinfeld» unterbreitet wird.

In Kürze

Sanierung Kleinfeldstrasse: Für rund 280'000 Franken will der Gemeinderat die Kleinfeldstrasse mit sämtlichen Werkleitungen gesamt erneuern. In diesem Zusammenhang wird die Elektra die dortigen Liegenschaften unterirdisch erschliessen. Damit verschwinden die Dachständer für die Stromversorgung in einem der letzten Dulliker Quartiere aus dem Strassenbild. Der definitive Entscheid über dieses Vorhaben wird an der Gemeindeversammlung gefällt.

Flächendeckende Einführung von Tempo 30: Der Gemeinderat wird an seiner nächsten Sitzung den Fahrplan für das Projekt «flächendeckende Einführung von Tempo 30 in den Dulliker Quartieren» festlegen.

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