In einem von 13 Anwohnerinnen und Anwohnern unterzeichneten Brief wendet sich der Grossteil der Bewohner der sanierten Friedhofstrasse an den Winznauer Gemeinderat. In ihrem Brief halten sie fest, dass die Arbeitsweise bei den Sanierungsarbeiten rücksichtsvoll erfolgt ist. Auch die Qualität der Strasse und die neue Beleuchtung werden sehr positiv erwähnt.

Weniger erfreut zeigt man sich über die neu erstellte Trottoirüberfahrt bei der Einmündung in die Lostorferstrasse. Diese wird im Brief als unzumutbar, gar als Schikane bezeichnet. Dement-sprechend wird der Rückbau beantragt.

In ihrer Begründung führen die Anwohner an, dass die Friedhofstrasse eine Quartierstrasse ist, die mit der Zufahrtsbeschränkung «Zubringerdienst gestattet» versehen ist und somit nur durch Anwohner und berechtigte Besucher befahren werde.

Obwohl der Gemeinderat überzeugt ist, dass bei Sanierungsmassnahmen auf die Anwohner Rücksicht zu nehmen ist, hat er den Antrag der Anwohnerschaft einstimmig ablehnen müssen. Eine Rücksichtnahme sei nur so weit möglich, wie die Interessen der Gesamtbevölkerung dies ermöglichen.

Im vorliegenden Fall gaben für den Gemeinderat die gesetzlichen Vorgaben und die hohe Priorisierung bezüglich Verkehrssicherheit eines direkt am Schulweg gelegenen Verkehrsknotens den Ausschlag für die Ablehnung.

Die Trottoirüberfahrt war bereits Teil der Projektplanung und hat die Aufgabe, die Sicherheit der Fussgänger zu gewährleisten. Entsprechend erfolgte die Ausführung. Der Fussgängerweg führt ab dem entlang der Hauptstrasse führenden Trottoir quer über die Friedhofstrasse zum geschützten Warteraum bei der Liegenschaft Plüss und quert dort auf einem Fussgängerstreifen die Lostorferstrasse.

Geschützte Warteräume sind bei Fussgängerstreifen gesetzlich vorgeschrieben. Der Fussgängerstreifen wurde so weit wie möglich von der Hauptstrasse Richtung Schulhaus verlegt, um den von der Hauptstrasse abbiegenden Fahrzeugen einen Anhalteraum zur Verfügung zu stellen. Die Abklärungen haben zudem ergeben, dass keine bessere alternative Lösung besteht.

Umfrage zur Grüngutabfuhr

Auf Antrag der Umweltschutzkommission wurde der Auftrag für die Grüngutabfuhr der Firma SRS Swiss Recycling Services SA, Schönenwerd, vergeben und damit der Vertrag mit der Firma verlängert.

Der Gemeinderat hat gleichzeitig die Umweltschutzkommission beauftragt, eine Bevölkerungsumfrage zum Thema Grüngutabfuhr auszuarbeiten. Mit der Bedürfnisabklärung soll die Anzahl gewünschter Abfuhren pro Jahr, mit Offenlegung der damit verbundenen höheren Gebühren, überprüft werden. Die Umfrage soll 2017 erfolgen.

Weiter sind die Umweltschutzkommission und der Finanzverwalter beauftragt worden, die Einführung einer Kehricht-Grundgebühr ab 2018 zu prüfen und dem Gemeinderat Bericht zu erstatten. Dabei sind die Kostenfolgen für Kehricht- und Grüngutabfuhr zu klären sowie ein möglicher Terminplan für die Einführung vorzubereiten.