Stüsslingen

Trinkwasser ist wieder einwandfrei – Massnahmen nach fast drei Wochen aufgehoben

Das Trinkwasser darf wieder direkt von der Leitung getrunken werden.

Das Trinkwasser darf wieder direkt von der Leitung getrunken werden.

Das Labor hat die Wasserqualität in Stüsslingen untersucht und kommt zum Schluss: Das Trinkwasser ist wieder hygienisch einwandfrei.

Fast drei Wochen mussten die Stüsslinger das Trinkwasser vor der Verwendung abkochen. Nun können sie aufatmen. «Das Trinkwasser kann wieder verwendet werden», gibt die Gemeinde am Donnerstag bekannt. Die Untersuchung im Labor habe ergeben, dass keine mikrobiologische Verunreinigung mehr festgestellt werde. 

Die Gemeinde gibt auf einem Merkblatt Tipps, wie Haushaltsgeräte nach der Trinkwasserverschmutzung zu warten sind: 

  • Bei Grobfiltern sind keine Massnahmen notwendig
  • Feinfilter (in der Regel Filtrationsfeinheit von <0.1 mm) hingegen sollten gründlich mit Frischwasser gespült werden
  • Wasserenthärter sollten entsprechend der Bedienungsanleitung regeneriert werden
  • Entkarbonisierungspatronen und Aktivkohlefilter an Wasserhahnen sind zu ersetzen
  • Keinen zusätzlichen Massnahmen bedürfen andere Wasserbehandlungssysteme wie Dosierpumpen, elektrochemischer Korrosionsschutz oder physikalische/magnetische Wasserbehandlung
  • Luftbeimischdüsen am Armaturenauslauf sollten mit Entkalkungsmittel gereinigt und mit Frischwasser gespült werden.
Das Reservoir Aengi in Stüsslingen

Das Reservoir Aengi in Stüsslingen

Im November hatte die periodische Kontrolle im Labor eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers ergeben. Am 25. November wurde eine Abkochvorschrift erlassen. Das Trinkwasser sollte vor der Verwendung zum Trinken, Zähneputzen und zur Nahrungsmittelzubereitung mindestens fünf Minuten lang abgekocht werden. Die Massnahme wurde mit Flugblättern in die Haushalte, an den Anschlagkästen und auf der Homepage der Gemeinde bekanntgemacht.

Eine entnommene Wasserprobe vom 5. Dezember enthielt zwar keine Kolibakterien mehr, aber immer noch Enterokokken. Die Ursache der Verunreinigung war nicht bekannt. So wurde entschieden, ab dem 8. Dezember eine Notchlorierung einzuleiten.

Am 13. Dezember zeigten Proben, dass keine Fäkalbakterien mehr im Trinkwasser nachgewiesen werden konnten. Die Behörden warteten aber noch die Auswertung der Gesamtkeimzahl ab für eine Entwarnung. Diese ist nun mit dem Laborbericht erfolgt. (ldu)

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