Stüsslingen
Trinkwasser ist immer noch verunreinigt

Auch die neusten Proben des Trinkwassers in Stüsslingen sind verunreinigt, die Ursache ist noch nicht gefunden. Das Wasser muss nach wie vor abgekocht werden.

Christian von Arx
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Das Trinkwasser darf nicht direkt im Magen landen.

Das Trinkwasser darf nicht direkt im Magen landen.

Keystone

Schlechte Nachrichten für die Wohnbevölkerung in Stüsslingen: Die Ursache der Verschmutzung des Trinkwassers in der gemeindeeigenen Wasserversorgung ist weiterhin unbekannt, und die neuste Probe des Trinkwassers enthielt noch immer Verunreinigungen. Darum bleibt die Vorschrift zum Abkochen des Trinkwassers auch über das Wochenende in Kraft – bis auf Widerruf durch die Gemeindebehörden. Das wurde in Absprache mit der Kantonalen Lebensmittelkontrolle entschieden.

Während mindestens fünf Minuten abgekocht werden muss das Wasser, das zum Trinken, für die Mundhygiene, für die Nahrungsmittelzubereitung und auch zur Reinigung von Geräten für die Lebensmittelzubereitung (wie Milchgeschirr) verwendet wird. Wasser zum Baden, Duschen und Waschen darf ohne Abkochen verwendet werden.

Fäkalbakterien sind im Spiel

Er konnte nun auch mitteilen, dass es sich bei den Bakterien um Escherichia coli (Kolibakterien) und Enterokokken handelt. Beide kommen im menschlichen und tierischen Darm vor und gelten als Fäkalbakterien. Sie können beim Menschen Infektionen auslösen. Da zunächst auch das Vorhandensein weiterer Erreger nicht ausgeschlossen werden konnte, habe man in früheren Mitteilungen noch auf die nähere Benennung der Verunreinigungen verzichtet, sagte Frauchiger. Es seien aber nie andere als die erwähnten zwei Bakterienarten gefunden worden.

«Trotz intensiver Suche konnte die Ursache der Verunreinigung bis jetzt nicht restlos ermittelt werden», so Dominik Frauchiger weiter. «Wir wissen noch nicht, wo die Bakterien ins System der Wasserversorgung gelangt sind.» Fest stehe einzig, dass die Herkunft im Bereich der Hochzone (480 bis 520 Meter über Meer) liegen muss. Die Versorgung wird dort durch Wasser aus eigenen Quellen gespeist. Das Hochzonenreservoir im Älpli kann aber als Ursache ausgeschlossen werden, denn seine beiden Kammern wurden nach dem Auftreten der Verschmutzung vollständig geleert, durch Fachleute bautechnisch untersucht und gereinigt.

Keine Pause bei der Suche

«Aus diesem Grund müssen wir Sie weiter um Ihre Geduld bitten», heisst es im neusten Update zur Trinkwasserverschmutzung, das am Freitagabend um 17 Uhr auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet wurde. Dominik Frauchiger versicherte gegenüber dieser Zeitung, dass die Verantwortlichen und externe Fachleute auch übers Wochenende im Einsatz stünden und alles unternähmen, um die Verschmutzung so schnell wie möglich zu beseitigen.

Info Aktuelle Updates auf der
Homepage www.stuesslingen.ch

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