Jubiläum

Trimbach wird 775 Jahre alt – eine Feier mit viel Musik

Ein Prost auf Trimbach: (v.l.n.r.) Gemeindepräsident Martin Bühler, Landammann Roland Fürst und Fest-Initiant Urs Ramseier stossen auf das Jubiläum an.

Ein Prost auf Trimbach: (v.l.n.r.) Gemeindepräsident Martin Bühler, Landammann Roland Fürst und Fest-Initiant Urs Ramseier stossen auf das Jubiläum an.

Beim Jubiläumsabend zur 775-Jahr-Feier von Trimbach gab die Musik den Ton an. Swing und Evergreens begeisterten das Publikum.

Ein Hauch von American Way of Live wehte am Samstagabend durch den gut besetzten Mühlemattsaal. Das Organisationskomitee für 775 Jahre Trimbach hatte zum offiziellen Festakt einen hochkarätigen Musikabend organisiert. Die «History Swingers Big Band» unter der Leitung von Hans Hemund beeindruckte nicht nur optisch durch ihre amerikanischen Militäruniformen aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern vor allem auch durch ihr Können. Die 19 Musikerinnen und Musiker, sekundiert von Leadsängerin Sandy Wollschleger, boten ein eindrucksvolles Hörerlebnis. Ihr abwechslungsreiches und durchweg auf sehr hohem Niveau gespieltes Programm reichte von Glenn Miller-Arrangements über ein Medley mit Melodien von Udo Jürgens bis zu den grossen Hits von Tina Turner und James Last. Besonders beeindruckend gestaltete Sandy Wollschläger die Interpretation von «Skyfall» aus dem gleichnamigen James-Bond-Film. Die ausgezeichnete Darbietung wurde vom Publikum mit einer Standing Ovation belohnt.

Dass die Band überhaupt in Trimbach auftrat, begründete OK-Mitglied Urs Ramseier mit einem geschichtlichen Ereignis. In seiner Ansprache erinnerte der Lokalhistoriker an den Absturz eines amerikanischen B-17-Bombers im Februar 1945 hinter dem Restaurant Isebähnli. Das Flugzeug, aus dem die Besatzung bereits über Deutschland abgesprungen war, drang als «Geisterflieger» in den Schweizer Luftraum ein und wurde von der Schweizer Fliegerabwehr über Olten angeschossen, ehe es auf freiem Feld hinter Trimbach aufschlug.

Auch Gemeindepräsident Martin Bühler blickte in die Vergangenheit seiner Gemeinde. «Trimbach hat keine Geschichte geschrieben. Aber in Trimbach hat Geschichte stattgefunden», rief er in seiner Ansprache den Anwesenden zu. Er verwies auf das Gemeindewappen, das eine Rose zeigt. Die Rose sei ein Zeichen von Liebe und Dornen, damit sie gedeihe, brauche es einen Acker, was zum Dorf passe. «In Trimbach muss man schaffen», so Bühler, und fuhr fort:. «Wir sind eine Büezer-Gemeinde.» Hinzu komme der Bach im Ortsnamen, der wohl auch der Grund gewesen sei, warum überhaupt die Siedlung entstanden war. Heute seien in Trimbach 85 Nationen zu Hause, «wie unter einem Dach», und er betonte die Offenheit und Integrationsfähigkeit der Gemeinde: «Wer in Trimbach Wurzeln schlagen will, ist willkommen.»

Landammann Roland Fürst gratulierte der Gemeinde im Namen des Regierungsrates. Seine launige Rede fand grossen Anklang. Als Geschenk überreichte er Martin Bühler eine Wappenscheibe. Persönlich habe er aus seiner Jugendzeit keine guten Erinnerungen an Trimbach. Als Fussball-Junior sei er etliche Male in Olten verletzt gewesen und im Spital auf Trimbacher Boden wieder «geflickt» worden. Heute geniesse er so oft wie möglich die Natur, die er mit dem Velo durchradle: «Ich schätze euer Naherholungsgebiet.» Dass Trimbach gleich drei Feste feiere, gefalle ihm sehr, das sei ein Zeichen von gutem Zusammenhalt. Für Fürst dient daher das Jubiläum zum Vorbild. In sieben Jahren würde sein Heimat- und Wohnort Gunzgen die 800-Jahr-Feier begehen. «Ich behalte euer Programmheft für unser OK auf», versprach er unter regem Beifall.

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