Vor rund einem Jahr wurde in Trimbach ein neues Recyclingsystem eingeführt. Anstelle der festen Entsorgungsstationen Zitronenschnitz, Rössli, Mühlematt, Malzmatt und Rankwog wurden neu vier Mal pro Monat mobile Sammelstellen aufgestellt – jeweils montags und jeweils an einem anderen Ort. Damals führte dies zu gemischten Reaktionen: Während die Gemeinde mit dem neuen System zufrieden war, beschwerten sich Anwohner schon nach einigen Wochen über das neue Abfallregime.

Doch die Gemeinde hat im letzten Jahr feststellen müssen, dass das System doch nicht komplett ausgefeilt ist. Auf den Beginn des neuen Jahres hat sie daher einige Änderungen am Entsorgungssystem vorgenommen.

Nur noch zwei Standorte

Die Standorte der Sammelstellen sorgten letztes Jahr für Ärger unter den Einwohnern, nun wurden sie überarbeitet. Zwei der Orte – diejenigen beim Zitronenschnitz und beim Dreieck Gugen- / Malzmatt- / Brückenstrasse – wurden aufgehoben, die mobile Sammelstelle ist nur noch abwechslungsweise beim Coop und Lidl zu finden. Bei einem der beiden Geschäfte ist nun aber jeden Montag eine Sammelstelle anzutreffen. Letztes Jahr war dies noch nicht der Fall: Hatte ein Monat fünf Montage, konnte am letzten kein Abfall entsorgt werden.

Besonders beim Dreieck Gugen- / Malzmatt- / Brückenstrasse beschwerten sich letztes Jahr die Einwohner. Die Lärmbelästigung durch die Abfallentsorgungsstation sei vor allem im Mehrfamilienhaus direkt nebenan ärgerlich gewesen. Viele der Mieter sollen ihre Schlafzimmerfenster an der Seite des Hauses haben, an welcher sich die Sammelstelle befand. Um 7.30 Uhr wurde die mobile Sammelstelle dort jeweils aufgestellt, wodurch die Anwohner schon früh vom Klirren der Glasflaschen geweckt wurden.

Weniger Hausmüll illegal deponiert

Doch die Reklamationen der Anwohner seien nicht der Grund gewesen, die zwei Standorte aufzulösen – jedenfalls nicht der einzige. «Wir haben einfach gemerkt, dass die Stationen beim Coop und Lidl beliebter waren, als die anderen zwei», so Bauverwalter Pius Schenker. Denn diese seien praktischer, da man die Recyclinggüter gleich zum Einkaufen mitnehmen könne.

Ein weiterer Grund für die Beschränkung der Standorte ist das Problem mit dem illegalen Deponieren von Hausmüll. «Es ist mit dem neuen System zwar schon viel besser geworden, als es früher mit den fixen Standorten war», erklärt der Bauverwalter. «Aber wir hatten auch bei den mobilen Stationen oft Hausmüll, der einfach hingestellt wurde.» Dies insbesondere beim Zitronenschnitz und beim Dreieck.

Bei den Geschäften hingegen sei dies weniger passiert. Dort sind mehr Menschen unterwegs, die einkaufen gehen oder die dort arbeiten. Abfallsünder könnten sich so beobachtet fühlen und wagen nicht, Hausmüll bei den Stationen liegen zu lassen. Mit dem Ergebnis ist Schenker zufrieden: «Es gibt jetzt kaum noch illegal deponierten Abfall», sagt er.

Erst feiern, dann entsorgen

Was letztes Jahr ebenfalls Anlass für Reklamationen bot, war der Umstand, dass keine mobile Station aufgestellt wurde, wenn der Montag auf einen Feiertag fiel. Gerade nach langen Wochenenden wie nach Ostern oder Pfingsten gibt es viel Glas zu entsorgen, weshalb diese Regelung für Trimbacher Einwohner ärgerlich war.

«Dagegen haben wir jetzt etwas unternommen», so Schenker. An Feiertagen können zwar noch immer keine Flaschen entsorgt werden, am nächstmöglichen Arbeitstag werden die Sammelstellen dafür aufgestellt – auch wenn es sich nicht um einen Montag handelt. Zu den Neuerungen kann der Bauverwalter bereits ein Fazit ziehen: «Es läuft super so», findet er.