Lostorf
Trieb der verdächtigte Lehrer auch in Olten sein Unwesen?

Der Verdacht auf harte Pornografie bestand, trotzdem unterrichtete der beschuldigte Lehrer weiter. Laut Gerüchten war er bereits bei seiner Anstellung im Oltner Bannfeld aufgefallen.

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Der Lehrer hat auch an dieser Schule unterrichtet.

Der Lehrer hat auch an dieser Schule unterrichtet.

schulen.olten.ch

Wenige Tage nach der Inhaftierung von S.E. jagen sich die Gerüchte um weitere Untaten des Beschuldigten. Er soll sich während seiner früheren Anstellung bei der Oltner Primarschule Bannfeld an Knaben herangemacht haben und deshalb auch entlassen worden sein.

Der Oltner Gesamtschulleiter Ueli Kleiner kann zwar das frühere Anstellungsverhältnis (1993–2000) bestätigen, jedoch nicht die Entlassung. «Laut der Akte hat er ordnungsgemäss auf das neue Schuljahr gekündigt. Ohne spezielle Grundangabe», so Kleiner.

Der damalige Oltner Gesamtschulleiter Roland Giger konnte sich zwar auf Anhieb an den Betroffenen erinnern, von irgendwelchen Vorfällen wisse er jedoch nichts. Auch Max Wyss, der während der Anstellung von E. Schulleiter der Primarschule Bannfeld war und jetzt noch im Amt ist, bestreitet jegliche Gerüchte. S.E. habe selber ohne Aufforderung gekündigt. In Bezug auf E. seien ihm keine Vorfälle bekannt.

Im Kanton Luzern wird gegen S.E. wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt. Wie der «Blick» am Freitag berichtet, soll er 2012 ein zehnjähriges Mädchen «im Schlaf überrascht, sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen haben und geflüchtet sein».

Es gilt die Unschuldsvermutung. (do/ldu)