Der Gemeinderat von Dulliken befasste sich anlässlich seiner Sitzung vom vergangenen Montag unter anderem mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in allen Quartieren. Das Stimmvolk hatte an der Urnenabstimmung im September 2017 diesem Vorhaben zugestimmt und einen Rahmenkredit von 280'000 gesprochen. Patrick Strahm, Ressortleiter Bau, Planung und Infrastruktur, stellte dem Rat die konkreten Massnahmen vor. Fachlich wird die Gemeinde vom Fachbüro für Verkehrsplanung Ballmer und Partner AG aus Aarau unterstützt.

Der Gemeinderat stimmte auf Antrag der Bau-, Planungs- und Umweltschutzkommission einer Kreditfreigabe von 140'000 Franken zu und nahm Arbeitsvergaben im Umfang von 115'000 Franken vor. Der Rat zeigte sich erfreut darüber, dass dieses Vorhaben aller Voraussicht nach noch dieses Jahr abgeschlossen werden kann. Er bittet die Bevölkerung um Verständnis, wenn die Markierungs- und andere notwendige Arbeiten kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen führen sollten.

In einem weiteren Traktandum wurde mitgeteilt, dass der Kanton beschlossen hat, auch die Lehmgrubenstrasse und den Wilerweg im Rahmen einer Neugestaltung mit einem Tempolimit von 30 km/h zu belegen. Der Rat nahm zustimmend Kenntnis davon, dass sich der Kanton damit für jene Ausbauvariante entschieden hat, die für die betroffenen Anrainer am wenigsten einschneidend ist.

Er sprach sich dafür aus, dass die 30er-Zone erst oberhalb des Restaurants Frohsinn beginnen soll und nicht bereits unterhalb nach der Garage Wyss. Auf Antrag der Bau-, Planungs- und Umweltschutzkommission stimmte der Rat zudem einer Tempolimite von 40 km/h beim Weiler Engelberg zu.

Ausbau der Schul- und Büroräume

Weiter beriet der Gemeinderat über den Ausbau der Schul- und Büroräume. Ein Ausschuss, unterstützt durch das Planungsbüro Kontextplan AG, Solothurn, hat in den vergangenen Monaten eine Auslegeordnung bezüglich des künftigen Schul- und Büroraumbedarfs der Einwohnergemeinde Dulliken vorgenommen.

Nicht nur die aktuelle und sich aufgrund der Einwohnerstatistik weiter abzeichnende Zunahme der Schülerzahlen führen dazu, dass Dulliken bis in vier Jahren zusätzliche Schulräume bereitstellen muss.

Auch die veränderten Unterrichtsformen, die neben den Klassenräumen auch die Bereitstellung von Gruppenräumen nötig machen, lösen einen Raumbedarf aus. Weiter stellt sich die Frage einer Zentralisierung der Kindergärten, dies vor allem im Hinblick auf ein künftiges Angebot von Tagesstrukturen an den Dulliker Schulen. Zu diesem Schluss kommt der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe.

Auch bei der Verwaltung besteht Handlungsbedarf. So braucht es etwa mehr Büros für den Regionalen Sozialdienst sowie Sitzungszimmer für. Der Gemeinderat genehmigte die vorgelegten Planungsgrundlagen und löste die zweite Planungsphase aus, die bis im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein sollte.

GV soll über Klubhaus befinden

Zuletzt nahm der Rat auch den Bericht der Finanzkommission über den Ersatz des Fussball-Klublokals zur Kenntnis. Dieser äussert sich positiven zu dessen Ersatz. Die Finanzkommission spricht sich dafür aus, ohne aufwendige Abklärungen dem Souverän ein Rahmenkreditbegehren zu unterbreiten. Sollte das Vorhaben an der Gemeindeversammlung oder dann an der Urne die nötige Zustimmung erlangen, könnten die weiteren Schritte definiert werden, so die Finanzkommission. Wenn nicht, stehe die Gemeinde vor einer grundlegend anderen Fragestellung. In der Folge bekräftigte der Rat seinen Entscheid, dieses Geschäft der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2018 zu unterbreiten. (MGT/otr)