SVP-Gemeinderat Dieter Altherr kandidiert definitiv für das Gemeindepräsidium in Trimbach. Dies hat er heute dieser Zeitung gegenüber bestätigt. Heute Morgen habe er seine Kandidatur mit den benötigten Unterschriften bei der Gemeinde eingereicht.

Der 61-jährige Dieter Altherr ist Betriebstechniker in einem Industrieunternehmen und seit acht Jahren im Trimbacher Gemeinderat tätig, wo er das Ressort Bau und Infrastruktur führt. Früher amtierte er bereits acht Jahre im Gemeinderat von Egerkingen, ursprünglich für die IG Pro Egerkingen. Altherr wird von der CVP unterstützt, wie Daniel Mackuth, Präsident der CVP Trimbach, auf Anfrage bestätigt.

«Wir haben im Voraus schon gewusst, dass wir eine bürgerliche Kandidatur unterstützen, falls es jemanden geben sollte, der sich gegen Martin Bühler von der SP stellt», erklärt Mackuth. Dabei sei es egal gewesen, aus welcher der drei bürgerlichen Parteien der Kandidat oder die Kandidatin stamme. «Wir wissen, dass wir nur mit einer Einerkandidatur eine Chance auf einen bürgerlichen Gemeindepräsidenten haben», so Mackuth. Da sich die FDP noch nicht entschieden hat, ob jemand für das Präsidium kandidiert, und sich von der CVP niemand zur Verfügung stellt, habe man die erste Kandidatur einer bürgerlichen Partei – diejenige Altherrs – sofort unterstützt.

Dieter Altherr hat sich schon vor acht Jahren als Kandidat für das Gemeindepräsidium aufstellen lassen. Seine Motivation war damals jedoch eine andere: Ein wilder Kandidat versuchte 2009, das Gemeindepräsidium für sich zu gewinnen, womit Dieter Altherr als frischgewählter Gemeinderat wieder aus dem Rat hätte ausscheiden müssen. Um dies zu verhindern, kandidierte er in der letzten Minute noch selber. Nach der Wahl von Karl Tanner (SP) freute sich Altherr darüber, sein Ziel erreicht zu haben. Heute sei es ihm jedoch ernst: «Ich habe mich vorzeitig angemeldet, das soll zeigen, dass ich wirklich gewählt werden will», so Altherr. Er sei auch bereit, zwei Legislaturen als Gemeindepräsident zu amten. (ksp)