Niedergösgen

Strenge Kritik war am Jodler-Rendezvous durchaus erwünscht

Der Jodlerklub Niedergösgen «Echo» sang das Lied «I freu mi».

Der Jodlerklub Niedergösgen «Echo» sang das Lied «I freu mi».

300 Jodlerinnen und Jodler bereiteten sich in Niedergösgen auf das «Nordwestschweizerische» vor. Alle Chöre und Solistinnen erhielten von den Expertinnen eine ausführliche Kritik, verbunden mit Tipps für den letzten Feinschliff.

Der Jodlerklub (JK) «Echo» Niedergösgen-Schönenwerd hatte am Samstag zum «Jodler-Rendezvous» eingeladen. Nicht weniger als vier Solistinnen, zwei Duos und dreizehn Chöre traten in der christkatholischen Kirche Niedergösgen auf, um ihr Können dem Publikum und einer Fachjury zu zeigen. Dies alles im Hinblick auf das «Eidgenössische».

Nächstes Jahr, im Sommer 2017, findet in Brig das 30. Eidgenössische Jodlerfest statt. Um an jenem Grossanlass teilnehmen zu dürfen, müssen sich die Sängerinnen und Sänger an einem regionalen Fest qualifizieren, indem sie die Note 1 (Prädikat sehr gut) oder mindestens die Note 2 (gut) erreichen.

Gelegenheit dazu besteht am Nordwestschweizerischen Jodlerfest, das am zweiten Juniwochenende im aargauischen Rothrist über die Bühne geht. Als Vorbereitung organisiert der JK «Echo» jeweils dieses Stelldichein der Sangesfreudigen im Niederamt, das heuer bereits seine neunte Auflage erlebte, wie OK-Präsident Hans Eng erklärte.

Das Privileg, als Erste den Gesangsanlass zu eröffnen, hatte der gastgebende Jodlerklub «Echo» Niedergösgen-Schönenwerd. Unter der Leitung von Urs Spielmann trugen die fünf Jodlerinnen und sechszehn Sänger ihren von Paul Meier komponierten Wettbewerbsbeitrag «I freu mi» vor. Anschliessend hatten die Organisatoren ein unterhaltsames Programm zusammengestellt, bei dem sich grössere Ensembles und Kleinstformationen abwechselten.

Heimspiel für Solojodlerin Bleuer

Zum Heimet-Chörli Basel hatte sich ein Dutzend Frauenstimmen zusammengefunden, das «Heimlig isch der Summer ggange» des Brienzer Holzschnitzers Max Huggler präsentierte.

Kürzere Anfahrtswege hatten der JK Küngoldingen, der das ebenfalls von Max Huggler geschaffene Lied «Herbschtfarbe» sang, sowie der JK «Burghalde» aus Aarburg, der das Gesamtchorlied des Jodlerfestes 1996 «Bhüet üs Gott der Chüjerschtand» als Vortragsstück wählte. Mehr oder weniger ein Heimspiel hatte die Solojodlerin Cornelia Bleuer aus Stüsslingen, die sich für ihr «Zablig» von der Handharmonikaspielerin Priska Herzog begleiten liess.

Ausführliche Kritik

Den zweiten Teil des Abends eröffnete der Jodlerklub «Gäu» mit dem «Morge uf d’r Alp». Dieser gemischte Chor aus Egerkingen, die Frauen in der Solothurner Tracht, die Männer im «Mutz», wurde dirigiert von Hans Ruedi Zihlmann, der zusammen mit vier Expertinnen auch als Juror fungierte.

Sogar drei Auftritte am Jodler-Rendezvous hatte Helene Wagner-Dahinden aus Zofingen. Gleich nach dem JK Gäu wirkte die gelernte Drogistin im Jodlerklub Kölliken beim Chorlied über die «Frindschaft» (Text und Musik von André von Moos, Sachseln) mit.

Vor der Pause hatte Helene Wagner sich zweimal mit wechselnden Partnerinnen zu einem Duett zusammengetan. Mit der Ruedertaler Jodlerin Regula Kiechli, die sie vom JK Kölliken her kennt, sang sie das «Trutz-Liedli» von Emil Grolimund nach einem Gedicht von Alfred Huggenberger.

Beim Vortrag von Sonja von Arx aus Egerkingen übernahm sie ebenfalls die zweite Stimme beim «Spotsummer» des Toggenburger Liedermachers Willi Valotti. Alle Chöre und Solistinnen erhielten von den Expertinnen eine ausführliche Kritik, verbunden mit wertvollen Tipps, wo sie an ihren Stücken noch Feinschliffe anbringen können, um am Nordwestschweizerischen Jodlerfest in Rothrist erfolgreich bestehen zu können.

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