Gemeindeversammlung

Starrkirch-Wil erhält neue Brücke über die Aarauerstrasse

Die Brücke über die T5 wird neu gebaut.

Die Brücke über die T5 wird neu gebaut.

Die Gemeindeversammlung von Starrkirch-Wil genehmigt den Kredit für die Hardbrücke trotz vereinzelter Kritik mit grossem Mehr.

Am meisten zu reden gab an der Gemeindeversammlung vom Montagabend das einzige Sachgeschäft des Abends. Der Dorfteil Starrkirch wird durch die stark befahrene Aarauerstrasse T5 durchschnitten. Um das Dorfzentrum mit dem Hardquartier zu verbinden, war 1972/73 eine Betonbrücke über die T5 erstellt worden.

Bei Zustandsanalysen stellte man fest, dass eine einfache Sanierung der in die Jahre gekommenen Brücke nicht mehr möglich ist. Nach der Prüfung mehrerer Varianten wählte der Gemeinderat die Varianten 4. Damit verwarf er einen neuen Langsamverkehrsübergang ebenso wie eine doppelspurige Autobrücke, sondern entschied sich für den Neubau einer schmaleren Brücke mit nur einer Fahrbahn und einem Trottoir.

Dies erfordert einen Gesamtkredit von 1,122 Millionen Franken. Gemeindepräsident Christian Bachofner und Thomas Weibel, Präsident der Bau- und Werkkommission, verteidigten das gewählte Projekt gegen Kritiken aus dem Plenum der Dorfhalle Jurablick. Schliesslich stimmten die 39 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Kredit mit 36 Ja- gegen 2 Nein-Stimmen bei 1 Stimmenthaltung zu. Ein Antrag, über den Kredit an der Urne abstimmen zu lassen, unterlag mit dem gleichen Stimmenverhältnis von
36 zu 2.

Schlussrechnung überrascht positiv

Genehmigt hat der Souverän auch die Verwaltungs- und Vermögensrechnung. Dies einstimmig und ohne Diskussion. Bei einem Gesamtertrag von 9,586 Millionen Franken und einem Gesamtaufwand von 8,352 Millionen Franken erzielte die Gemeinde in der laufenden Rechnung einen Ertragsüberschuss von 1,234 Millionen Franken. Im Voranschlag 2019 war mit einem Gewinn von 233'000 Franken gerechnet worden. Somit schliesst die Jahresrechnung um eine Million Franken besser ab als budgetiert. Gemeindepräsident Bachofner und Gemeindeverwalter Beat Gradwohl, welche gemeinsam die Rechnung kommentierten, betonten, dass es insgesamt wenig Abweichungen vom Budget gab.

Bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen aus dem Rechnungsjahr beispielsweise resultierte bei einem Gesamtbetrag von 5,834 Millionen Franken eine positive Differenz von nur 30'000 Franken. Deutlich kräftiger schenkte es bei den Steuern aus dem Vorjahr ein. Man hatte mit Einnahmen von 174'000 Franken gerechnet. Stattdessen flossen bei der definitiven Veranlagung 1,148 Millionen Franken in die Gemeindekasse. Dank dem guten Ergebnis kann das Fremdkapital reduziert werden. Allerdings sind mit der neuen Eigenkapitalquote von 36,4 Prozent die angestrebten 60 Prozent noch nicht erreicht.

Schliesslich informierte Christian Bachofner über den Stand der Dinge bei der Kirche und dem Kirchgemeindesäli. Deren Erwerb hat die Gemeindeversammlung im Prinzip gutgeheissen. Eine Analyse ergab einen guten Zustand der historischen Gebäude. Die Verhandlungen mit der Christkatholischen Kirchgemeinde Olten laufen. Über die Offerte wird der Gemeinderat innerhalb seiner
Finanzkompetenzen selbstständig entscheiden.

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