Erlinsbach
Speuzer Trommelnacht: Tambouren trumpfen mit toller Show auf

An der Speuzer Trommelnacht «Drum-Bazamba» kam das zahlreich aufmarschierte Publikum auf seine Kosten.

Melina Aletti
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Der Tambourenverein Erlinsbach stellte unter der musikalischen Leitung von Reto Käser in der Kretzhalle sein vielseitiges Können unter Beweis.

Der Tambourenverein Erlinsbach stellte unter der musikalischen Leitung von Reto Käser in der Kretzhalle sein vielseitiges Können unter Beweis.

Markus Müller

Vergangene Woche wurde es laut in der Kretzhalle in Erlinsbach. Von Donnerstag bis Samstag führte der Tambourenverein Erlinsbach das diesjährige «Drumba-Zamba» durch. Die abendfüllende Show findet alle zwei Jahre statt und erfreut sich grosser Beliebtheit. So waren drei Abende heuer bereits nach dem Vorverkauf ausverkauft. Zu Recht, denn wer ein Ticket hatte, konnte sich auf einen Abend voller Highlights gefasst machen.

Jungtambouren legten los

Den ersten Block vor der Pause bestritten die 26 Jungtambouren des Vereins. Sie spielten unter anderem den Marsch «Let’s go Drums», mit dem sie im September am Zentralschweizerischen Jungtambouren- und Pfeiferfest in Lenzburg in ihrer Kategorie den ersten Platz erreichten.

Nach einer kurzen Pause, in welcher die Hungrigen und Durstigen je nach Abend vom Badminton Club Speuz oder der Musikgesellschaft Niedergösgen bedient worden sind, startete die Stammsektion unter der Leitung von Reto Käser ihr Programm. Und das war ein ganz Besonderes: Der Tambourenverein Erlinsbach konzentriert sich nämlich nicht nur auf das klassische Trommelspiel, sondern ist auch sehr experimentierfreudig und offen, was jegliche Formen von Perkussion anbelangt. Beispielsweise spielten die Tambouren ein Stück zusammen mit Hafiz Hamnawa, einem afghanischen Musiker. Für die Zuschauer hiess das: ein sehr erfrischender Wechsel zwischen Tabla, einem klassischen afghanischen Instrument, verschiedensten anderen Perkussionsinstrumenten und einem Waschbrett, also einem hier bekannten Instrument.

Beatboxer lockert Programm auf

Auch der Gastmusiker ZeDe aus dem aargauischen Buchs ist kein Tambour, sondern Beatboxer. Das heisst er produziert alle Geräusche mit seiner Stimme. Der Weltmeister von 2009 und aktuelle Weltrekordhalter, er schafft ganze 848 Geräusche pro Minute, unterhielt das Publikum mit einem abwechslungsreichen Auftritt.
Auch in den Stücken ohne Gastmusiker zeigte sich der Tambourenverein sehr vielfältig. So gab es eine Komposition mit Einflüssen von US-Marchingbands, ein Bodypercussionstück oder die Bühne wurde wegen der vielen Instrumente kurzerhand auf zwei Stöcke ausgebaut.

Mit Standing Ovations belohnt

Zum Schluss spielte der Tambourenverein Erlinsbach eine Eigenkomposition. Das Stück «Taxi Amigo» enthält viele südamerikanische und kubanische Einflüsse und vermochte so das Publikum noch einmal zu fesseln. Auf der Bühne stand eine Taxiattrappe, die statt einer Hupe gleich mit deren ungefähr zehn ausgestattet war. So versetzten nicht nur die Rhythmen, sondern auch einige Melodien die Zuschauer nach Südamerika. Vom Publikum gab es für diesen gelungenen Abend Standing Ovations und viele freuen sich bereits jetzt auf das nächste «Drumba-Zamba».