Die 16 Traktanden versprachen im Vorfeld der Schönenwerder Budgetgemeindeversammlung am Montagabend eine lange Sitzung. Doch die 48 anwesenden Stimmberechtigten waren nicht in Diskussionslaune. Nur eine Handvoll Wortmeldungen gab es während der knapp zweistündigen Versammlung zu verzeichnen. Und darunter nur eine, die ein bisschen kritisch war.

In Schönenwerd ging es um das Budget 2019 um sechs Kredite. Das Budget sieht einen Aufwandüberschuss von 229 624 Franken vor. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 115 Prozent für natürliche Personen und 125 Prozent für juristische Personen. «Trotz der aktuellen Lage sehen wir bislang von einer Steuererhöhung ab. Dies könnte sich in den nächsten Jahren allerdings ändern», gab Beat Keller, der für die Finanzen zuständige Gemeinderat zu bedenken. Das Budget wurde, bei einer Enthaltung, angenommen.

3,9 Millionen für Schulhaus

Bei den Krediten war die Sanierung des Hauswirtschaftsschulhauses mit 3,9 Millionen Franken der grösste Brocken. Konkret geht es darum, das Schulhaus umzufunktionieren: Im Rahmen des neuen Schulplanes werden an der Sekundarschule Unteres Niederamt weniger Hauswirtschaftslektionen durchgeführt und zukünftig nach Gretzenbach ausgelagert. Im Hauswirtschafsschulhaus werden nun zwei Schulküchen und zwei Essräume zu Klassenzimmern und Gruppenräumen umgebaut. Bei den weiteren Krediten ging es um den Ersatz der Fernwärmeleitungen in den Schulhäusern Säli, 1888 und 1854 sowie um zwei Strassenbelags- beziehungsweise Wasserleitungsersatzprojekte. Der letzte Kredit behandelte die Sanierung des Bühnenturms im Casino. Die Investitionen, die sich auf eine Summe von total 5,31 Millionen Franken belaufen, wurden alle grossmehrheitlich angenommen.

Etwas heikel wurde es erst am Schluss: Ein Schönenwerdner fragte den Gemeindepräsidenten um ein Statement bezüglich des Verwaltungsgerichtsentscheids zur Entlassung eines Schulhausabwartes. «Ja, es ist richtig, wir sind zweitinstanzlich unterlegen und der besagte Mitarbeiter ist seit Kurzem im Werkhof tätig», erklärte Peter Hodel. Er distanzierte sich allerdings vom, in einem Leserbrief an diese Zeitung geäusserten, Vorwurf, Steuergelder zu verschwenden und korrigierte die darin genannten Kosten: «Sie belaufen sich nicht auf 350 000, sondern auf 173 000 Franken.»