Niederamt

Solidarität gefragt: Gemeinden fungieren als Vermittler von Hilfsangeboten

Die Hilfsangebote betreffen vorwiegend die Erledigung der täglichen Besorgungen wie etwa den Einkauf.

Nachbarschaftshilfe

Die Hilfsangebote betreffen vorwiegend die Erledigung der täglichen Besorgungen wie etwa den Einkauf.

Den Personen, die zu einer Risikogruppe gehören und auf Hilfe angewiesen sind, wird von unterschiedlicher Seite Unterstützung geboten.

In Zeiten der Coronakrise ist von uns allen Solidarität gefragt. Nicht nur, wenn es darum geht sich zum Wohle aller an die vom Bund vorgeschriebenen Massnahmen zu halten, sondern auch bei der Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen. Gerade wegen den verordneten Verhaltensregeln sind viele auf Hilfe angewiesen. Denn Personen, die einer Risikogruppe angehören, wird nahegelegt, das Haus nicht mehr zu verlassen – auch nicht für die Erledigung der täglichen Besorgungen. Doch Personen, die nun plötzlich darauf angewiesen sind, dass jemand für sie den Einkauf erledigt, können sich ob der grossen Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft freuen. Immer wieder hört man von Personen oder Vereinsmitgliedern, die ihre unverhofft erhaltene freie Zeit dafür verwenden, die Menschen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

Auch die Gemeinden übernehmen dabei eine wichtige Rolle. Viele funktionieren als vermittelnde Instanz zwischen denen, die ihre Hilfe anbieten und jenen, die gerne Hilfe in Anspruch nehmen würden. Im Niederamt gibt es zahlreiche Gemeinden, die ihre Einwohnerinnen und Einwohner auf diese Weise unterstützen, so beispielsweise die Gemeinden Lostorf, Schönenwerd, Trimbach, Niedergösgen, Obergösgen, Erlinsbach und Winznau. Man kann sich telefonisch bei der Gemeinde melden, um sich auf der Liste eintragen zu lassen. Anhand der Angaben zu der angebotenen beziehungsweise gewünschten Hilfeleistung, vermittelt die Gemeinde die passende Kontaktperson, mit der man sich gleich selbst in Verbindung setzt. «Die Gemeinde übernimmt hier eine vermittelnde Funktion. Hilfsangebote werden von uns an die Hilfesuchenden weitergeleitet», erklärt etwa Markus von Däniken, Gemeindeschreiber von Lostorf.

Menschen ohne Angehörige als Zielgruppe

Die Idee dahinter sei, dass insbesondere Menschen, die in ihrem Umfeld nicht auf Hilfe zurückgreifen können, von diesem Hilfsangebot profitieren. «Wir haben uns gedacht, dass es auch Aufgabe der Gemeinde ist, die Menschen, die sonst nirgends Hilfe holen können, zu unterstützen», sagt Peter Frei, Gemeindepräsident von Obergösgen. Und auch Philipp Felber, der Gemeindeschreiber von Trimbach, sagt: «Die Motivation war vor allem, dass auch den Menschen geholfen wird, die vielleicht keine Angehörigen mehr haben, welche sie um Hilfe fragen können.»

So sei ihnen auch klar, dass Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, zuerst in ihrer Familie oder der Nachbarschaft nach solcher fragen. «Vieles läuft natürlich privat und neben der Gemeinde durch», so Felber. Dennoch seien bereits einige Angebote sowie Anfragen eingetroffen. «Die Solidarität der Helferinnen und Helfer ist fantastisch», fügt Frei an.

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