Das ganze Dorf ist fassungslos. So auch Daniel Muccio, der Sohn des toten Ehepaares, das am Donnerstag in einem Mehrfamilienhaus in Trimbach aufgefunden wurde. Er findet keine Erklärung für die Tat. Seine Mutter und ihr Mann seien glücklich gewesen.

Daniel Muccio verbrachte zwei schlaflose Nächte. Als Inhaber einer Sicherheitsfirma war er auf Kundenbesuch, als er von der Tragödie erfuhr. Durch die Polizei wurde er über den Tod seiner 54-jährigen Mutter und seines 53-jährigen Stiefvaters informiert.

Keine Drittperson im Spiel

Die Polizei schliesst aus, dass eine Drittperson die beiden umgebracht hat. Momentan geht man davon aus, dass der Logistikangestellte U. W. zuerst seine Frau und dann sich selbst tötete.

Daniel Muccio ist fassungslos und sagt gegenüber Tele M1: «Es gab überhaupt keine Anzeichen für eine solche Tat. Wer die beiden kannte, weiss sehr genau, dass die beiden glücklich waren.» Am Abend vorher haben sie noch gemeinsam gegessen und man habe ihnen nichts angemerkt.

U. W. hatte nie mit der Polizei zu tun und auch im Quartier fiel das Ehepaar nie negativ auf. Die Ursache des Deliktes bleibt deshalb für alle ein Rätsel.

Waren finanzielle Sorgen Grund für Tragödie?

Sohn Daniel glaubt nicht, dass finanzielle Schwierigkeiten der Grund für die Tat war. Doch wenn er davon gewusst hätte, hätte er natürlich seine Hilfe angeboten, sagt er.

Nun bleibt die Ungewissheit, die Daniel Muccio sehr beschäftigt. Für ihn ist die Situation unerträglich: «Ich versuche mir die Zusammenhänge vorzustellen, schlafe dadurch schlecht und bin ständig am Nachdenken.»

Die Staatsanwalt untersucht nun die genaue Todesursache. Weshalb es zur Tat kam, wird wohl nie ans Licht kommen. (hts)