Dulliken
Sie hat am Teppich des Lebens geknüpft

Maria Häusermann-Studer, geborene Rieder, feierte am 18. Oktober im Altersheim Brüggli ihren 100. Geburtstag.

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Jubilarin Maria Häusermann mit den Gratulanten aus Solothurn – von links: Staatsschreiber Andreas Eng, Landammann Roland Fürst und Standesweibel Ueli Lisser – sowie Dullikens Gemeindepräsident Walter Rhiner. Bruno Kissling

Jubilarin Maria Häusermann mit den Gratulanten aus Solothurn – von links: Staatsschreiber Andreas Eng, Landammann Roland Fürst und Standesweibel Ueli Lisser – sowie Dullikens Gemeindepräsident Walter Rhiner. Bruno Kissling

Bruno Kissling

«Das Leben meiner Mutter war nicht immer ganz einfach», stellt Anton Studer fest, der Sohn der 100-jährigen Maria Häusermann-Studer. Geboren wurde die Jubilarin am 18. Oktober 1916 als Maria Rieder und wuchs in Rothenfluh im Baselbiet auf.

Nach der Heirat mit Ernst Studer 1943 wohnte sie in Olten, wo 1948 Tochter Rosmarie und 1950 Sohn Anton zur Welt kamen. Doch schon 1955 starb ihr Ehemann, und so musste sie eine Arbeit annehmen, um die beiden Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren allein durchzubringen. «Diese schwierige Aufgabe hat sie mit unermüdlichem Einsatz und viel Arbeit sehr gut bewältigt», unterstreicht ihr Sohn.

Nach der zweiten Heirat 1963 mit dem ebenfalls verwitweten Arthur Häusermann schien sich alles zum Guten zu wenden. Zwei Kinder aus der ersten Ehe des neuen Partners kamen hinzu, die Familie wohnte nun in Dulliken. Doch der Tod der Tochter Rosmarie im Alter von erst 21 Jahren 1969 war ein schwerer Schicksalsschlag für Maria Häusermann.

So richtig geniessen konnte sie das Leben zusammen mit ihrem zweiten Ehemann vor allem nach dessen Pensionierung. Sie hatte Spass an Handarbeiten und besonders am Teppichknüpfen: «Beinahe das ganze Haus wurde mit Selbstgeknüpftem ausgestattet», erinnert sich Anton Studer.

Diese Hobbys und die regelmässigen Spaziergänge behielt sie auch nach dem Tod von Arthur Häusermann 1999 bei, solange es ihre körperliche Verfassung zuliess. Erst mit 96 Jahren musste sie sich schweren Herzens zum Eintritt ins Altersheim Brüggli entschliessen.

Mit etwas Hilfe bei den täglichen Verrichtungen ist sie als Hundertjährige noch bei guter Gesundheit, wie sich Landammann Roland Fürst und die weiteren Gratulanten gestern bei ihrem Besuch überzeugen konnten. (otr)