An zwei Dienstagnachmittagen pro Monat treffen sich die Mitglieder des Verschönerungsvereins Trimbach, um durch unentgeltliche Arbeit zu einem schönen Dorfbild beizutragen. Zu ihren laufenden Arbeiten gehört unter anderem das Ausbessern von Wanderwegen, das Instandhalten von Ruheplätzen und deren Inventar sowie das Schneiden von Hecken. Für diese Saison bis Anfang Juli ist zudem ein Weg von der Froburg zur Geissfluh geplant.

Saisonbeginn an drei Orten

Jeweils um 13 Uhr beginnen rund 15 bis 25 Mitglieder der Seniorengruppe mit der Vorbereitung der Maschinen. Anschliessend teilen sie sich in mehrere Arbeitsgruppen auf und schwärmen ins Dorf aus. Die Frühlingssaison startete vergangenen Dienstag an drei verschiedenen Orten.

Auf dem Weg vom Rankbrünneli in Richtung Schützenhaus, so die Klage von Wanderern und Bikern, erschwerten grosse Steinbrocken den Durchgang. Diese galt es wegzuräumen. Eine zweite Gruppe kümmerte sich um die Instandsetzung von Ruhebänken an verschiedenen Orten. Ausserdem bedurfte der Panoramaweg beim Bahnübergang an der Miesernstrasse einer Ausbesserung.

Bei Letzterem führte eine Neigung im Boden neben dem Bahngleis dazu, dass sich vor einem Robidog-Kasten eine grosse Wasserpfütze bildete und dieser kaum mehr zugänglich war. Deshalb kümmerte sich eine siebenköpfige Arbeitsgruppe um das Aufschütten der Löcher mit Mergel.

Weiter in Richtung Dorfzentrum stand ausserdem die Verbreiterung eines engen Abschnitts des Panoramawegs an. Gleich nebenan stand eine Ruhebank mit «VVT», dem Kürzel des Vereins, verziert, deren Latten unter der Witterung gelitten hatten und ersetzt werden mussten, was sogleich drei weitere Helfer übernahmen.

Für ein schönes Dorfbild

«Uns ist ein schönes Erscheinungsbild unseres Dorfes sehr wichtig», erklärt Martin Stebler die Motivation der Senioren. Er freue sich über die zahlreichen Beiträge von Gönnern sowie über viel Lob und Wertschätzung für die wertvolle Arbeit. Dies wiegt auch die Tatsache etwas auf, dass sie im Wald und besonders im Dellenpark oft nicht auf rücksichtsvollen Umgang mit den Ruheplätzen treffen.

«Die Pflege des Dellenparks gehört ebenfalls zu unseren laufenden Aufgaben. Leider müssen wir an jedem Arbeitsnachmittag grosse Mengen an Abfall aus den Sträuchern fischen. Das ist nicht die Idee unserer Arbeit», hält Stebler fest. Abgesehen vom Dellenpark sind aber die Wanderwege sowie die acht Aussichtspunkte und Ruheplätze in Trimbach die Hauptarbeitsorte der Gruppe.

Dazu gehören unter anderem die Ruine Froburg und die Waldhütte Schoneflüeli. Ausserdem sind sie jährlich am Dorfmäret in Trimbach dabei. Der Verein verfügt über ein grosses Inventar an Maschinen und Geräten, das dank Gönnern und jährlichen Gemeindebeiträgen ermöglicht wird.

Die Arbeit dieser motivierten Seniorengruppe hat für die Gemeinde Trimbach augenscheinlich einen grossen Wert. Doch nicht nur die Arbeit steht im Zentrum: Nach jedem Arbeitsnachmittag sitzen die Männer bei einem stärkenden Imbiss im Alten Werkhof in Trimbach beisammen und pflegen die Kameradschaft.