Die 38 an der ordentlichen Gemeindeversammlung anwesenden Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil genehmigten am Montagabend die Verwaltungs- und Vermögensrechnung ohne Diskussion einstimmig. Bei einem Gesamtertrag von 7,9 Mio. Franken und einem Gesamtaufwand von 7,8 Mio. Franken erzielte die Gemeinde in der laufenden Rechnung einen kleinen Gewinn von 80 000 Franken.

Im Voranschlag 2015 war noch mit einem Defizit von 83 000 Franken gerechnet worden. Die Differenz von 163 000 Franken kam zustande, indem zwar bei den Einnahmen die budgetierten 7,9 Mio. Franken fast auf den Rappen genau erreicht wurden. Dies, nachdem die Gemeindeversammlung im Jahre 2015 den Steuersatz von 102 auf 115 Steuerprozentpunkte erhöht hatte. Hingegen fielen die effektiv getätigten Ausgaben gegenüber dem Voranschlag geringer aus. «Unsere strengen Budgetrichtlinien und die damit verbundenen Sparmassnahmen zeigen Wirkung», kommentierte Gemeindepräsident Daniel Thommen die Punktlandung. Man dürfe also mit Gewissheit behaupten, dass man die Aufwendungen – zumindest diejenigen, die man selber beeinflussen könne – im Griff habe, stellte er fest. Das Einnahmenplus wird dem Eigenkapital zugeschlagen. Dieses erhöht sich damit auf immer noch magere 84 600 Franken, was einem Vermögen von 49 Franken pro Kopf der Bevölkerung entspricht.

Neben der Rechnung hiess die Gemeindeversammlung kleine Änderungen in der Gemeindeordnung und in Reglementen gut. Das ab 2016 eingeführte harmonisierte Rechnungslegungsmodel des Kantons (HRM2) hatte diese Anpassungen verlangt. Es wird deshalb ein internes Kontrollsystem eingeführt. Zudem muss die Finanzplanung jährlich beschlossen werden. Ansonsten werden bloss Wörter wie Voranschlag durch Budget ersetzt. Die Gehaltsordnung wurde insofern umformuliert, als Sitzungsgelder für nebenamtliche Funktionäre ausdrücklich als Spesenentschädigung definiert werden und somit nicht als AHV-pflichtigen Lohn abgerechnet werden müssen. Unter Verschiedenem informierte Thommen, dass die Gemeinde Starrkirch-Wil der Genossenschaft Betreutes Wohnen im Alter in Dulliken einen Beitrag von 10 000 Franken à fonds perdu geleistet hat.(UAM)