Niederamt
Schüler werden beobachtet und belästigt — Polizei erhöht in Schönenwerd die Präsenz

Mehrfach innert kurzer Zeit kam es im Niederamt zu Belästigungen. In einem Fall pinkelte ein Mann vor den Schülern und in einem anderen kam es sogar zu einer Tätlichkeit. Die Schulleitung ist deswegen beunruhigt. Die Kantonspolizei Solothurn ermittelt bereits und erhöhte die Polizeipräsenz.

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Es sind Vorfälle, wo man sich als Eltern zu Recht Sorgen macht. Im Niederamt werden im Moment Schüler von unbekannten Personen beobachtet und belästigt. So hat ein älterer Mann in einer Bahnunterführung in Däniken vor den Schülern gepinkelt und in Schönenwerd ist es sogar zu einer Tätlichkeit gekommen.

«Anfangs Dezember hat sich eine Schülerin bei mir ziemlich aufgebracht gemeldet, dass sie kürzlich von einem unbekannten Mann angesprochen und am Arm gepackt wurde», so Sarah Keller Gesamtschulleiterin Sekundarschule Unteres Niederamt gegenüber Tele M1. Die Kantonspolizei Solothurn probiert nun den als etwa 30-jährigen beschriebenen Mann zu finden und herauszufinden, welche Absichten er verfolge.

Wie Thomas Kummer, Mediensprecher der Kantonspolizei, gegenüber Tele M1 erwähnt, «werden solche Vorfälle von der Polizei ernst genommen». Die Polizei habe sich selbstverständlich mit der Schulgemeinde und den -behörden in Kontakt gesetzt. «Als erste Sofortmassnahmen haben wir bereits die Polizeipräsenz rund um das Schulhaus erhöht», fügt Kummer hinzu. Vielleicht schreckt die erhöhte Polizeipräsenz die Täterschaft ab und die Schüler werden ähnlich in Ruhe gelassen.

Keine einfache Situation

Für die Schüler, Eltern und Schulleitung ist das keine einfache Situation. Auf der einen Seite macht man sich Sorgen, auf der anderen will man jedoch auch Ruhe bewahren. Die Schulleitung hat nach diesem Vorfall reagiert und eine Empfehlung an die Eltern herausgegeben, dass die Kinder den Schulweg nicht allein bestreiten sollten. «Wir haben die Schüler auch geschult, wie sie reagieren sollen, wenn sie diesem unbekannten Mann begegnen. Beispielsweise sollen sie sich das Signalement merken oder das Fahrzeugkontrollschild», so Sarah Keller weiter.

Nicht erwünscht sind Elterntaxis

«Ich habe dies bereits mit Sorge beobachtet, dass es wieder vermehrt zu schwierigen Situationen mit Eltern, die ihre Kinder bringen, auf dem Schulhausplatz gekommen ist», sagt die Gesamtschulleiterin gegenüber Tele M1. Ihr Apell: «Ruhe in die Situation reinbringen und die Kinder im richtigen Verhalten anweisen». Dies bringe mehr als wenn man die Kinder mit dem Auto zur Schule bringe und wieder abhole. (hol)

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